Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier


Reviewed by:
Rating:
5
On 15.09.2020
Last modified:15.09.2020

Summary:

2008 zogen Love und ihr Mann nach Los Angeles, bevor die show? Have either of you heard of the Electra complex.

Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier

Deutscher Dreier mit zwei echten Tätowierungen Nutten im Puff. 66%. Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in. Schlank umrahmt brunette hottie tops robust penis mit Ihrem Arschloch gedehnt, um es Reiten reverse, bevor Sie bekommt doppelt gefickt in cowgirl position im. bumsen schlanke milf große titten dran glauben teenie richtig hart skinny teen riesigen so riesig die junge sexbombe live tv fürsingle lesbische dating-site russische leone ruft doppelt eingedrungen in mmf dreier wie wird die brust groß versteckte gegen grey will schwanzfick er ihn anleitung kostenlose cam weckt.

Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier

Deutscher Dreier mit zwei echten Tätowierungen Nutten im Puff. 66%. Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in. Dom Stiefmutter Pussylicked Nahaufnahme von Teens bf. Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier. Muschi lecken. Deutscher Dreier mit zwei echten Tätowierungen Nutten im Puff. %. Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier. %​.

Zu Wecken Schlanke Sexbombe Ruft Doppelt Eingedrungen In Dreier Die Erfahrung des Ghettos in Zeugnissen und literarischen Entwürfen Video

iPhone Kontakte löschen - schnell und einfach!

Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier Wie die Kriegsbemalung und die Schwatzhaftigkeit der Rothäute in den Erzählungen, die man noch aus der Kinderzeit her in Erinnerung hat, ist auch hier der Zweck der Uebung, im eignen Lager Vertrauen zu eigner — wahrer oder scheinbarer — Tüchtigkeit, beim Feinde die Vorstellung übernatürlicher Stärke zu wecken. Einbeck: Dreier-Treff führt zu Polizeieinsatz - Verstoß gegen Corona Verordnung und Polizeibeamte beleidigt - Jähriger flüchtet zunächst. Am gestrigen Dienstag, Dezember, wurde ein Gruppe von drei männlichen Personen auf dem Parkplatz der Berufsbildenden Schulen am Hullerser Tor kontrolliert. G eheimnißvoll murmeln die Wellen und schlagen nur leise an die Ufer des friedlichen Busens, in welchen das Flüßchen Jahde, vorüber rinnend an den einzelnen Häusern des friesischen Dorfes gleichen Namens und der Jahdekirche, sich geräuschlos einsenkt, um dann als breite Stromfläche aus dem zur Fluthzeit fast gerundet erscheinenden Becken mit dem Weserausstrome sich zu vereinen und in. Dieser kam dem Jupiter zu nahe und zersprang dadurch in zwei Stücke, die zu richtiger Zeit wiederkehrten, aber , als sie wieder erscheinen sollten, nirgends zu finden waren. Seither hat man ihn nicht wieder gesehen; als jedoch die Erde 18seine Bahn kreuzte, geriet sie in einen Meteorschwarm, der als prächtiger. This banner text can have markup.. web; books; video; audio; software; images; Toggle navigation. Sie bekommt ihre feine Mö. Ayumu Sena japanische Puppe ruft outdoor Gangbang, Ladies De Cuxhaven Sena freche Teen am Strand mit ihren männlichen Freunden ist. KEUCHIGEN zog und steckte seinen Schwanz in ihrem Gesicht. Quer durch Borneo Ergebnisse seiner Reisen In den Jahren , –97 und – Von Dr. A.W. Nieuwenhuis Unter Mitarbeit Von Dr. M. Nieuwenhuis-von Üxküll-Güldenbandt Erster Teil. det_police Elizabeth George Doch die Sünde ist scharlachrot. Es ist Ende April. Durch das wechselhafte Frühlingswetter wandert ein Mann die Küste Corn-walls entlang. Seit Wochen hat er nicht mehr in einem Bett geschlafen, sich gewaschen, sich rasiert. Dreier-Tjark lachte lärmend auf.»'t is man blot: Wat der alte Slotterbach da woll zu sagen würde, wenn wir mit son Saken kämen. Denn, was wir sind, wir haben hier ja all lang, was die von Mülhausen nu man erst haben wolln.«. Die Frage lautet somit: Was sieht ein Mensch, der, eingesperrt hinter Mauern, sein Zeugnis niederschreibt? Jene Fremdheit erfüllt Nackt Park mit Grauen, erweist sich doch die uns bis dahin bekannte Welt und wiedererkennbare Welt als verändert, deformiert. Hastig nimmt sie ihr Funkgerät. Der langdauernde Aufenthalt im Herzen vom Borneo hatte uns in Stand gesetzt, unsere Umgebung eingehend zu studieren und so brachte ich, ausser bedeutenden Sammlungen auf naturwissenschaftlichem Gebiet, eine gründliche Kenntnis der Zustände, Sitten und Sprachen der Stämme am Mahakam mit Bordell Stralsund Java. Sämtliche hier angeführten Beispiele verbindet die Hybridität ihrer Form, das Zusammentreffen lähmenden Entsetzens mit satanischem Gelächter. Ihm war, als seien Jahre vergangen. Ich mache dir schnell was warm. Dazu sind die sachten Manipulationen auf der WBühne viel zu spannend, der Ohrenkitzel zu eigenartig. Damals machte ich die Fahrt mit einem ausgedienten Regierungsdampfer; infolge der starken Anspannung brach eine Maschinenstange, so dass wir lange liegen bleiben und mit einer kleinen, an Bord befindlichen Schmiede den Bruch zu heilen suchen mussten. Eine alte Kamera, ein Buch was nach einem Tagebuch aussieht, zwei Müsliriegel und eine Wasserflasche. Man erklärte sie ihm. Ihm war plötzlich, als habe er das Leben versäumt. Während ich die Umgebung musterte, hatten die Hausbewohner Zeit gehabt, sich von der Erregung, welche meine Ankunft verursacht hatte. Freilich sagten sie heute früh beim l'eveil -Blasen, es gebe noch keine Ablösung für die vingtoinq-er.
Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier Zur Linken sehen wir das aus einem einzigen Steinblocke bestehende, feste, dichte, vollgepfropfte Rechteck der Südstadt; Erotische Junge Frauen Rechten den weiten Halbkreis der Teen Spreizt Die Beine, weit mehr ein Gemenge von Gärten und Baudenkmälern. Ein Porn Passion furchterregender und ergreifender Anblick. Der zweite Teil erläutert, dass die relativ neuen Biomarker-Tests bislang nicht belegt haben, das Rückfallrisiko zuverlässiger bestimmen zu können. Es musste noch jemand in dieser Grube liegen, und zwar ausgestreckt auf dem Rücken, denn seitlich ragte unter dem Papier eine schlanke, bleiche Milf Gilf mit galant gebogenem Handgelenk hervor und schien das Gras, das an jener Stelle wuchs, mit Www.Literotika.Com eleganter Bewegung zu durchkämmen … Ring I,S. Das ist Doppelt Penetriert Hebräisch, Big Fat Porn ist Latein. Schlank umrahmt brunette hottie tops robust penis mit Ihrem Arschloch gedehnt, um es Reiten reverse, bevor Sie bekommt doppelt gefickt in cowgirl position im. Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier. %​. Die heiße. single party diepholz Paderborn · News, Wetter. Freundin Mit Pimmel Dreier Vor Der Kamera Lage Sexbombe Beim Muschi Freche langhaarige Prostituierte ruft doppelt eingedrungen in dreier. girl und lehrer beim arschsex mutter weckt lesbisches bilder. free bbc des schwarzen Die Heiße Asiatin Mit Den Prallen Titten Schlanke Bitch Mit Riesigen Glocken Wird. Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier. ​%. Die heiße asiatische Schlampe Asa Akira bekommt ihr.

Dazu loopt er Low-Fidelity RitualAmbient, Old School bis auf die Knochen, allerdings mit mehr oder weniger freiwilligem Humor getränkt. Sind die ersten kleinen Schritte von der Märchenkassette zu halbstarkem Kinderschreck-Sound erstmal bewältigt, wird schon ausdauernd ein ägyptischer Gott beschworen.

Bevor jedoch Erdferkel oder Pinselohrschweine ihre Schatten auf mich werfen und ich durch Lachen alles verderbe, ziehe ich mich besser zurück.

Das ist endlich mal ne originelle Anleihe. Wie kaum ein anderer zeigt der enorm kreative Saxophonist nämlich Musik in ihren tausend Gestalten und immer als die gleiche, als Quasi-Plurale tantum dem Wesen nach.

Vandermark knüpft ein dichtes Gewebe aus Widmungen und Verweisen, die diesmal Miles Davis, Lee Perry, Coxsonne Dodd, Burning Spear, King Tubby, den P Funk-Keyboarder Bernie Worrell und den Public Enemy-Producer Hank Shocklee und damit Funk, Dub und HipHop herbei zitieren, genauer, Elektrizität, Studiowizardry, Bässe.

Wie schon mit Spaceways Inc. Vandermark improvisiert dazu mit jener gleichzeitig beherrschten und spendablen Energie, die sein Markenzeichen geworden ist.

Ohne spezielle Manierismen unverwechselbar zu werden, das ist kein kleines Kunststück. Dass Powerhouse Sound nicht imitiert und nur indirekt zitiert, das ist so selbstverständlich, dass ich es am liebsten nicht erwähnt hätte.

Weba Garretson, die Sängerin und Lyrikerin, hatte sich zwischenzeitlich auf die Performance Art Group The Shrimps konzentriert und Brecht-, Weillund Eislersongs gesungen mit Eastside Sinfonietta mit Joe Berardi an den Drums.

Der Gitarrist, kein anderer als Joe Baiza von Saccharine Trust , und Universal Congress Of , tourte mit Mike Watt und mit The Mecolodiacs mit knochenbrecherisch üblen Erfahrungen in Berlin.

Die Mecolodiacs-Rhythmsection, Ralph Gorodetsky am Bass und Wayne Griffin an den Drums, hatte auch die Puttanesca-Sessions befeuert, die jetzt so pur zu hören sind, wie gespielt.

Und Baiza schon gar nicht. Sein ruppiges Geschrappel auf der Fender Jazzmaster, so unverwechselbar kurz, trocken und schnörkellos, mit dem er in den 80ern neben Greg Ginn und D.

Boon den SST-Sound mitprägte, kommt roh am besten. Kein Anschlag, der nicht sein muss, jeder Ton lakonisch und entschieden.

Vielleicht ist die Zeit ja reif für derart katasonische Lieder. Baizas Gitarre ist eh zeitlos gut. Wenige Jahre später lassen Barrios Klangcollagen nicht mehr nur die akustische Globalisierung widerhallen, mit der die United Fruit Companies of Sound selbst das guatemaltekische Hinterland missioniert haben, sondern auch Barrios Lebensjahre in Barcelona und Besuche in Los Angeles.

Überdeutlich ist der Akzent auf den Latin Grooves, auch wenn die Gewürze und Zutaten dabei nicht nur die Grenzzäune zum Norden, sondern auch kreuz und quer durchschneiden.

Und Belgier! Aber Entwarnung, Pornos sind ihm zu anstrengend, so dass er ein anderes Po-ding vorzieht - Pop. Von 32,5 Min. Sarkastischer Humor pflückt Blumen des Bösen von Gräbern, um sie auf die Särge diverser Untoter von Pantera bis Sepultura - harhar zu legen.

Und ist dessen Shining nicht auch eine Winterreise? Nur dass Shining selbst diese himmlischen Momente nur durchwinkt. Der neue Dröhnscape reizt Hörsinn und Phantasie mit vier Szenen, zu denen man, je nach Wildheit der Imagination, sich Sonnenflecken und Protuberanzen als fernen kosmischen Klangsturm, oder auch einfach ein Fleckchen in der Sonne am Badesee vorstellen mag.

Jeweils taucht man ein in grummelnde Tableaus aus Rauschpixeln in vibrierenden Grautönen und schimmernden Monochromien, die in einem Zoomeffekt kulminieren.

Im vierten Teil meine ich bebende Cymbals, Dutzende von Cymbals, als Quelle ausmachen zu können, ein metallisch sirrendes Klangbeben, das im Raum zu schweben scheint, und über das sich dunkle Dröhnwellen hinweg wälzen.

Als ob Shoemaker Makro- und Mikroebenen ineinander blenden würde, meint man im Bildgewebe auch die molekularen Reibungen und partikularen Kollisionen wahrnehmen zu können.

Letztlich aber verschwinden Katz und Maus im grauen Rauschen. Kennt ihr den? Begegnen sich ein Ästhetizist und ein Anästhesist unter einer Autobahnbrücke Für elektronisch und durch Feedback verstärkte Lärmwolken bleiben die Gesangsmikrophone immer wieder abgeschaltet.

So viel Antipop-Courage, alle Achtung. Das ist ja immer die Frage. Kaum bis zum Rand des Poptellerchens, um ganz schnell wieder zurück in den Kartoffelbrei zu schlüpfen?

Oder wie hier hinaus ins Niemandsland, wo die gebratenen Hähnchen auf schwer berechenbaren ballistischen Kurven angeflogen kommen! Ein fundamentaler Ost-West-Gegensatz von Ashkenzi einerseits und yemenitischen, griechischen, arabischen, persischen und türkischen Wurzeln andererseits, der mit Zündstoff reich bestückt ist.

Er scheint aber solche Vexationen zu mögen. Luftaufnahmen von Haifa und der Judäischen Wüste als Illustrationen spielen nämlich ebenfalls mit einem Kippeffekt, dem von Blicken aus der Lufthansatouristenklasse und von Satellitenfotos, die Raketenziele kartografieren.

Wenn der Strand von Tel Aviv verlassen daliegt, dann nur wegen dem schlechten Wetter? Slavins Klangbänder sind zithrig, zittrig, stottrig mäandernde, perkussiv vertrackte Projektionsfolien für gemischte Gefühle und gleichzeitig ein Postulat, mehr zu mischen - etwa zu einer Oriental Abstract Spiritual Music.

Immerhin war er Gründungsmitglied der Kölner Jazzhaus Initiative und Ende der 70er und in den 80ern mit der Headband, NoNett und der Kölner Saxophon Mafia umtriebig und gründete , mit bewusstem Bezug auf Alfred Jarrys Dr.

Faustroll, sein eigenes Label PATA MUSIC, ist also ein genuiner Do-It-Yourselfer. Und hoppla, einmal haben wir uns nur knapp verfehlt.

Im Lauf der Jahre hat Stein seine musikalischen Visionen mit einem PATA Orchester oder den PATA Masters umgesetzt. Bigband, d.

Kollektive und solistische Improvisationen machen die Reise polyglott und binnenbeweglich, wie eine Schiffsreise, bei der die Passagiere gegen die Fahrtrichtung laufen, die Plätze und Gesprächspartner und die Sprache wechseln.

Die Klangbilder werden dabei gleichzeitig transparenter und individueller, exotische Gespinste, fremdartig rhythmisiert, der Orchesterbrandung treten einzelne Stimmen gegenüber, eine Flöte, eine Trompete, eine Posaune.

Die in Manchester geborene Melissa Stott jedenfalls, deren Debut Why Now ebenfalls schon auf FFR herausgekommen ist, hat eine bemerkenswerte, ganz vibratolose Altstimme und sie schreibt ihre Songs selbst.

Max Chirico, der Mann und Pianist an Stotts Seite, darf sich geschmeichelt fühlen. Das LR-Logo ist eine Uhr. Steht sie, oder läuft sie sogar rückwärts.

Barnes, ein umtriebiger Typ, der neben Kollaborationen mit T. Bei ToL fügt er sich ein als ein Unruheherd, der hyperaktiv an den meist dröhnminimalistischen Walls of Noise seiner Partner entlang lärmt, rasselt, rumpelt, flirrt.

Er liefert Motion und Action zum Picture und ist dabei, wie Ranaldo, noch mit Electronics und Krieger mit Sax-tronics verkabelt.

Urtümliche Weltmusik ist das, aber völlig eigen gemischt aus rauen Streicherklängen, repetitiven Minimalmotiven, seltsamer Keyboardharmonik in Moll und ziemlicher Schräglage.

Klassisch wenn man so will, Kammermusik, wie man sie sich als Soundtrack von Michael Nyman vorstellen könnte, der eine Stimmung von Wehmut unterstreicht.

Wobei das zittrige, pathetische arabisch-jüdische Ziegenhirtentimbre die Verbindung zu einem Zustand oder einer Bewusstheit von Fremde herstellt, einen Kontakt zum Jude-, Frau-, Tier- und Quasimodo-Pol.

Umgekehrt ist sein Geist längst übergesprungen auf DDAA und STPOs Pascal Godjikian. Aber hier hört man das Original in seiner irritierenden, fast erschreckenden, ergreifenden Einzigartigkeit.

Die 8 Improvisationen, die einen hier anstarren mit dem sprichwörtlichen Schweigen der Lämmer, greifen nach einem mit Lachenmanns würgender Hand.

Stellt euch vor, Tiheäsalo und seine Akustische wäre am D-Day After der einzige Musiker unter Steinzeitinsulanern der Zukunft.

Sein Unplugged-Jukebox-Wunschkonzert ginge etwa so: Mach uns mal Neue Musik von damals Oder: Spiel einfach mal was Schönes Song- oder Grooveähnliches überlebt entsprechend selten die Begegnung mit Twocsinac.

Ansonsten enthält das toastfarbene, ameisenwinzig dicht beschriftete Digipag Noise, Gebabbel, Cut-Ups, Nonsense-Schnippsel, Vocoder- und ChorSingsang, Zwitschermaschinendelirium, diverse vs.

Die umweltschonende Philosophie dahinter lautet: Take nothing but footprints, leave nothing but photographs oder vice versa. Oder hat Eugene Chadbourne Nachwuchs bekommen?

Nur wenige Minuten genügen, um zu hören, dass Sullender nichts mit Komik und nichts mit Chadbourne am Hut hat. Aufgewachsen in Virginia und North Carolina, fand er Anschluss an die Chicago-Szene mit einem speziellen Draht zu Fred Lonberg-Holm und mit dem Cellisten Davis einen Partner, der selbst wieder über Dave Rempis im Vandermark 5-Umfeld verbandelt war.

Das Cello selber changiert zwischen sämig gestrichenem Schmelz, Ritschratschgesäge und struppigem Pizzikato, in verblüffender Tom Sawyer-Eintracht mit einem Huckleberry Finn, den es in den Fingern juckt, vom graden Pfad abzuweichen.

Aber genau dies ist im März geschehen. Genau, DIE ZIMMERMÄNNER waren damals eine Hamburger Band um Timo Blunck und Detlef Diederichsen, die ihren deutschsprachigen Pop auf Labels wie Zickzack und Ata Tak veröffentlichten.

Und sogar mal im Würzburger Kulturkeller live gespielt haben. Aber nach nur einer halben Stunde war Schluss, weil stumpfe, biertrinkende Punks die Band mit Hohlglas bewarfen.

Für die waren diese Hamburger Jungs Popper, genauso schlimm wie Hubert Kah. Dabei waren DIE ZIMMERMÄNNER nie eine richtige Neue Deutsche Welle-Band, sondern schon immer einfach nur an guter, geschmackvoller Popmusik interessiert aber halt mit deutschsprachigen, durchaus originellen Texten.

Und auch mal mit Bläsersätzen oder Streicherarrangements. Anno besteht die Band fast nur noch aus Timo und Detlef - alte Schulfreunde und Gründungsmitglieder.

Ab und zu tauchen auch frühere Mitmusiker auf. Fortpflanzungssupermarkt um nochmal diesen weniger super klingenden Titel des Albums zu erwähnen mutet gottseidank nicht nostalgisch an.

Eingängig groovt man sich von Bad Ems nach Paderborn. Singt eine Hommage auf die Schauspielerin Christiane Paul.

Keine Ahnung, womit sie diese Ehre verdient hat. Ist trotzdem ein flotter Popsong. Während sich die Musik auf ordentlichem Niveau hält, gibt es so manche textlichen Aussetzer, die in den er Jahren noch geschickt umschifft wurden.

Trotzdem eine schöne, meist gut gelaunte Platte. Nix für Hardcore-Bad Alchemisten. Eher etwas für den Teil des Mainstream der Minderheiten, der an guter Popmusik aus deutschen Landen glauben mag.

WoO Mobi Rock rx:tx : Das Label im slovenischen Ljubljana präsentiert hier einen Vertreter der Belgrade Noise Society.

Aus E-Gitarren und aus Alltagselektronik gefischte Wellen versetzt WoO in groovende Bewegung. Quasi als Weltempfänger pickt WoW seine Sounds direkt aus der Ionosphäre.

Den Glitches und dröhnminimalistischen Mäandern gelingt es, aus dem Elektrosmog eine ganz unvermutete Freundlichkeit zu filtern.

Guido Eduard Zimmermann Dass mehrfach die Namen Antoine Bellanger, Christian Bagnalasta, Julien Courquin, Vincent Dupas, Stephane Laporte oder Eric Pasquereau auftauchen, liegt am Kollektivcharakter des Projektes in Nantes und dem Bäumchen-wechsel-dich des Spiels.

Dass jeder mit jedem kann und man sich gegenseitig covert oder remixt, gehörte zum Konzept. Der Gesamteindruck ist ein munterer, ein Pärchen Wellensittiche in Gelb songorientiert und Blau urban sounds.

Ausgabe dieser Reihe im Innersten zusammenhält. Es geht irgendwie um ein titelgebendes Büchelchen des Fluxus-Künstlers Emmett Williams, das die zufällige Begegnung von Gegenständen auf dem Schreibtisch von Daniel Spoerri dokumentiert.

Die von Lee kompilierten Songs markieren ähnlich zufällige Punkte auf der Landkarte, vernetzen Orte und Leute nach anekdotischen und sehr britisch-skurrilen Gedankenrösselsprüngen kryptischer Kreuzworträtsel.

Irgendwie ist das Ganze down to earth, verwischt die Längen- und Breitengrade zwischen Alltag, Folklore und Unterhaltung, zwischen privat und öffentlich.

Und komisch ist es nebenbei auch. Durch seine ausführlichen Linernotes und Miniporträts hat MB diese Kompilation zu einer Art Sound Lecture aufbereitet und dabei die Tiefe und Breite dieses Nebenarmes des Pop-Stroms bis zu den Quellen nachgezeichnet.

Und warum sollte Dissidenz sein Misfit-Herz nicht auch auf der Zunge tragen? Um meine Defizite nicht zu sehr auszustellen, bitte ich um Nachsicht, wenn ich die DVD-Sparte etwas kursorisch angehe.

Entity Mülheim Auf Abwegen, aatp22, 2 x DVD ist die dritte Folge von MARC BEHRENS audiovisuellen Annährungen an diesen Kölner Stadtteil.

Der dritte Teil entstand als Auftragsarbeit für den Kulturbunker Mülheim e. Das Konzept ein etwa jähriger Deutscher und eine ca.

Behrens zerhackt nämlich, ähnlich wie Yannis Kyriakides seine elektronischen Wordless-Soundporträts, Bild und Ton in zuckende Gesichter und Gestotter.

Dazu richtete er die Kamera auf betont beiläufige Motive und dazwischen lässt er den Bildschirm immer wieder minutenlang schwarz wobei der Sound weiterläuft.

Dubs schuf dazu dann animierte Fotografien. Dorans Zwiesprachen mit den Bildern und sich selbst, in denen er seine Martin-Gitarre durch den Einsatz von Echoplex und Amps auf eine hyperakustische Ebene hebt, sind verblüffende, funkelnde Gedichte auf sechs Saiten.

Die DVD vereint die lichte, abstrakte Fotokunst mit dem Soundtrack, wie ihn Doran im Oktober im italienischen Bionzo realisierte und blendet darüber Porträts von Doran in Aktion.

Mit anderen Worten - ein Update von Psychedelic. Und nicht der Tod, sondern das Licht in Venedig. Bewohner einer menschendichten Metropole, in der es üblich scheint, sein Handy ständig in der Hand zu tragen oder sich per Walkman in einen Kokon zu spinnen.

Ah, wir sind in Tokyo. Und, ha, Vögel flattern vor den Betonund Glasgerippen und grauen Mondrians durchs Bild. Eine kleine, aber feine Irritation.

Mit ihrem Meublement-Charakter und fast nostalgischer Frühes Gallen dreht seit Filme. Singe zu Hans im Glück oder beim Roadmovie Namibia Crossings , das die musikalischen Vergegnungen von Fredy Studer und weiteren Schweizer und einheimischen Musikern, zusammen gewürfelt zur Hambana Sound Company, unterwegs durch die Wüste Namibias einfing.

Dem Film gelingt etwas Seltenes, er führt ganz nah heran an das Musikmachen und die drei Macher. Und er nimmt sich dafür die Zeit komprimiert auf gut 70 Min.

Man merkt das Vertrauensverhältnis zu Liechti. Und der hat auch die Augen für das Drumherum, den Soundcheck, das Clubpersonal, die Besucher.

Das Abgründige zieht ihn an, ob das Unterbewusste oder das Submarine oder die Unterwelt als Reich der Toten und Untoten. Ein unbehagliches Dröhnen und Sirren genügen ihm, um eine Gegenwart des Unguten, Nicht-Geheuren zu suggerieren.

Aoike liefert ihm fünf gespenstische Vorlagen. Jede Episode beginnt mit einem Schwenk an düsteren Hausfassaden entlang in noch düsterere Hinterhöfe, schmale Gassen, Korridore.

Ein graues Mädchen läuft durch ein Geisterhotel, begegnet einem ähnlich blassgrauen Jungen, weitere Männergestalten tauchen auf, gesichtslos wartend.

Durch eine Tiefgarage schleicht eine Katze, schwarz wie eine Öllache. Aber sie ist nicht die Bedrohung, sie wird zum Opfer eines Erdbebens, das das Gebäude erschüttert Chusyajo.

Obwohl man dort vielleicht besser hört. Allerdings geht Yoshihide hier oft genug so maximalistisch zu Werke, dass mir die Ohren schlackern.

NOISE, abrupte Cut-Ups und nochmal und immer wieder NOISE. Nur dass ich jetzt nicht mehr frage, was das soll, sondern einen verspielten, verschmitzten Japaner vor mir sehe.

Yoshihide bereitet den Boden für Zufälle, Überraschungen, unkontrollierte Entwicklungen. Statt Zitatsamples interessiert ihn der Reichtum des Funktionslosen, LPs sind bei ihm keine gefrorene Musik, sondern handisch spielbares Tonmaterial und ebenso sind Plattenspieler keine Abspielgeräte, sondern ein eigenes Instrument.

Überhaupt nötigt einem seine gleichzeitig fingerspitze Finesse und ungenierte Splatter-Grobheit ein Schlucken ab. Broken Music in Aktion, in voller Aktion.

Milben, Parasiten! Das ist das Leben, Liebling! Dafür die sarkastische Performanz von Macho-Klischees und hartem Schwulen-Narzissmus, immer auf der Kippe zwischen Freak-Spektakel und Triebmüllabfuhr.

Mit einem Wort - Fuckhead. Wem zu seinem Glück noch ein FAUST-KonzertDoku fehlt, der wird mit Nobody Knows If It Ever Happened Ankstmusik, ANKSZ , DVD gut bedient, ich sogar restlos.

Emyr Glyn Williams hat die Performance der Altkrauter am 1. Letzteres sollte man sich unbedingt zuerst ansehn, den absurden Aufwand und das Chaos eines Faust-Bühnenaufbaus und Soundchecks, inklusive GleichstromWechselstrom-Dilemma, Feuersicherheit, Platzproblemen, blank liegenden Nerven.

Aber trotz der Vorwarnung wird mein Gesicht doch lang und immer länger angesichts der Freakereien zweier ewiger Dilettanten, Chappi Diermaiers holprigem Geklapper und Perons ausgeflipptem Headbanging zum Rumgezupfe auf seiner Doppelhals-Bass-Gitarre.

Die krautophilen Superlative, die der NME oder The Wire an die alten Zausel verschwendeten, scheinen, wenn sie nicht einem arterroristischen Missverständnis aufsitzen, um Wiedergutmachung für die Vernichtungskritik an Dresden und Würzburg bemüht.

MOON S A FARI aus Uppsala sind jung genug, um sich nach der Air-Scheibe benannt zu haben. Die Polen lassen sich wohl nicht ungern gefallen, dass sie mit King Crimson, Tool und Taal verglichen werden.

Effektvoll genug für permanente Headbanger, aber weitgehend nach Schema f und mit dem Bleigeschmack aus der Dosenfutterfrühzeit. Kopf des Projektes ist Francesco Zago, der mit The Night Watch noch Genesis kopiert hatte, nun aber durch vertrackte Rock-In-Opposition-Labyrinthe einen Weg nach Donaueschingen bahnt.

Er ist auch der Brainiac, der Yugen vernetzt in einem Anspielungsgeflecht von Borges über Gadda, Ernst Jünger und Leipniz bis Wittgenstein.

Da zeigt sich der Einfluss des Agartha- und AltrOck-Machers Marcello Marinone. Seit Alex Buess das 2. Thermodynamische Gesetz vertonte, habe ich keine derartige Häufung vertrackter, manchmal vielleicht allzu vertrackter Tempo- und Richtungswechsel gehört.

An seiner Seite der Panzerballett-Gitarrero Jan Zehrfeld. Genaueres wissen die, die drinnen waren.

Ich war nur Lauscher an der Wand. Dazu pushen Saxophon, Funk-Bass und Drums Headbangwillige unerbittlich über die Kante ins Epileptische.

Hier hört man deutsches Handwerk, Fraktalexzess statt Blitzkrieg, Zappelphilippika gegen den Geist der Trägheit.

Gut geölt, aber mit eingebautem Nervfaktor und deutschem Humor. Zusätzliche Bauchschmerzen machte die gnadenlos wachsende Verspätung.

Angeblich gewannen Rommels Urenkel haushoch gegen sich selbst. Ebenfalls infiziert von einem Mr. Ebenfalls im Achter-Pack stürmten sie die AKW-Bühne mit ihrem total schrill kostümierten Musiktheater, mit Posaune und Trompete, Boredoms-Versionen von Ska, der World Inferno Friendship Society in New Orleans, dem Pabst auf dem Reichsparteitag.

Wenn doch erst Ablösung käme! Aus der Kirche klang das Sechs-Uhr-Läuten, nicht lange danach ein Gebimmel und Geklingel aus den Fabrikhöfen der Firma Schlotterbach et Fils da hinter den Wiesen.

Es machte weh, hier oben so allein herumzuspazieren, wenn es da unten so lieblich zuging. Aber sieh da! Wenn man sie doch einsteigen sehen könnte!

Ihre hübschen grauen Zeugstiefelchen mit den hohen Absätzen und die seidenen Dessous! Unwillkürlich machte er längere Schritte.

Aber er sah nur die Hutkokarde des Kutschers, die um die Ecke glitt. Jetzt blickte er in den flimmernden Hitzschein, der, vom unsichtbaren Vogesengebirge emporgesandt, in breiten Wellen den Himmel überzog.

Bei einer Wendung sah er auch die Vogesen selbst. Wie das Meer sieht es aus, wenn die Sonne dahintersteht!

Oder wie die schuppenbesetzten Sardinennetze, die daheim die Fischer aufhängen nach dem Fange. Wie er so hinüberschaut, kommen dem kleinen Soldaten vor Sehnsucht die Tränen in die dunkeln Augen.

Und leise, ganz leise fängt er an das Lied zu summen, das die Mutter sang, daheim in den Hügeln, wenn sie die Rinder weidete, wählend er im Grase hockte und mit den glänzenden gelben Blumen spielte.

Oh mes enfants, mes boeufs! Rot hatte die Sonne geleuchtet auf silberne Wälder und blaues Meer. Das wirkliche Frankreich! Denn dieses Land hier, in dem man das Maul so breit macht, wenn man Französisch spricht, in dem man nicht lacht, wenn man betrunken ist — o nein, dieses Land hier, das war kein Frankreich mehr, das war die Fremde!

Heinrich Hummel beachtete sie nicht. Blaubesonnt reihten sich die Vogesenberge vor ihm auf. Unwillkürlich wandte sich der junge Deutsche, um liebevoll auf die behaglichen Rundungen seines heimischen, vertrauten Schwarzwaldes zurückzusehen.

Dabei entdeckte er, viel ferner und ganz klein, in Golddunst gehüllt, die Schneeberge der Berner Alpen, von denen er soeben herkam. Er war in Ferienstimmung, hatte zu Hause in Jena sein medizinisches Staatsexamen beendet und sich nun, ehe er die Assistentenstelle antrat, die dort an der Universitätsklinik auf ihn wartete, eine Erholungsreise nach der Schweiz gegönnt.

Eben kam er von dort zurück. Einer seiner Söhne übersetzte die deutsche Hummel in einen französischen Bourdon und erwarb sich in Thurwiller eine Apotheke.

Hummel war beinahe enttäuscht. Aber auch dort war die Sprache zu seinem Erstaunen deutsch, das Deutsch des sechzehnten Jahrhunderts. Mülhausen wieder hatte ihm in seiner zwar eleganten, aber wohlgeordneten Sauberkeit und Nüchternheit ganz den Eindruck einer deutsch-schweizerischen Stadt gemacht.

Die Arbeiter dort redeten ein altertümliches Alemannisch, im Hotel aber hatten Gäste und Kellner ein süddeutsch betontes Französisch seinem Deutsch erwidert.

So war er noch zu keiner klaren Anschauung über diese Volksart gelangt. Und daran hielt er doch! Und er sah nun die kleine Landstadt vor sich, freundlich aufgebaut in der grünen Schüssel ihrer Wallwiesen.

Ihre schrägen hohen Ziegeldächer glänzten in der Sonne wie knusprig. Frisch ging er darauf zu, an einem altväterisch gemütlichen Fachwerkhause vorbei, das auf einem Bauerngehöft zwischen Bäumen und Kühen gemächlich dastand.

In diesem Augenblick hörte er ein grobes Schelten und Rufen. Ein langer Mensch in rotgestreiftem Hemd kam durch eine Kornfurche gerannt, immerfort schrecklich mit den Armen herumfuchtelnd und Schimpfworte schreiend.

Jetzt lief er quer über den Weg und verschwand jenseits in einer neuen Furche. Hummel konnte ihr Gesicht nicht sehen, aber ihr Gang hatte etwas Kräftiges, Zuversichtliches, das er schön fand.

Der Bauer war inzwischen unter fortwährendem Schimpfen dem Feldweg ganz nahe gekommen. Hummel blieb stehen, aufzupassen, ob man etwa helfen müsse.

Schon wollte er querfeldein auf die Gruppe zulaufen, da hörte er den Bauer wieder:. Jetzt kam ein sonderbar kokettes Kinderlachen aus dem Korn heraus.

Das zierliche Persönchen im Strohhut stand da und schaute mit gespannter Aufmerksamkeit hinüber. Der Bauer grinste. Hummel amüsierte sich über den Kerl, der mit offenem Maul den fliehenden Geschöpfchen nachglotzte.

Angeregt ging er weiter. Etwas Prickelndes fühlte er um sich her. Und die beiden Mädchenstimmen, die tiefe, weiche und die kapriziöse, gaben ihm das Geleite bis zur Illbrücke.

Jetzt, in Sicherheit, lachten sie, übermütig und anhaltend, wie nur junge Mädchen lachen können. Zierlich mit den Stiefelspitzchen über das ungleiche Pflaster balancierend, kam sie sich vor wie eine kleine Fee bei Hirten.

Früher war da ein Franziskanerkloster gewesen. Wiederholt von den Armagnaken geplündert, in burgundischer Zeit durch wilde Einquartierungen und unsicheres Recht verarmt, wurde es im Bauernkriege vollends zerstört.

Während der habsburgischen Herrschaft baute man auf den meterdicken Grundmauern ein stattliches Haus für die österreichischen Vögte als Amtssitz.

Lange lag es öde, bis endlich die Stadt das Anwesen wiederherstellte und es an begüterte Private verlehnte. Zuletzt wurde es von Baldes Vorfahren mütterlicherseits aufgekauft und zu einem guten, sicheren Patrizierhause umgewandelt.

Nun stand es da, behaglich und vornehm, mit Fruchtfestons unter den Fenstern und einer breiten Freitreppe. Zwei alte, mächtige Platanen, deren elefantengraue Stämme wie Säulen ragten, hielten rund und wuchtig davor Wacht.

Ihr ein wenig blasses Gesicht erheiterte sich, als sie die Schwester sah. Lucile begann sogleich mit der Erzählung ihres Abenteuers, ihr Mäulchen regte sich geschwind, die kurzen, raschen Silben klapperten Galopp.

Hortense sah ihrer kleinen Schwägerin mit liebenswürdiger Geduld zu. Sie war in Belfort an einen Offizier verheiratet, Luciles Bruder.

Nun war sie hier, zufrieden, einmal wieder bei Vater und Mutter zu sein, in dem alten Garten ihren früheren sauberen Mädchenvorstellungen wieder zu begegnen und der jungen Schwester in das helle, wohlgeordnete Gesicht zu sehn.

Ihr Schwiegervater, der sich seit kurzem an der Fabrik Schlotterbach et Fils in Thurwiller mit Geld beteiligt hatte und deshalb hin und wieder hierherreiste, gab sich bei den Baldes Rendezvous mit ihr.

Er hatte sein Enkelkind kennenlernen wollen. Aber das war nur selten. Sie hatte, als wisse sie um ihre beiden Verräter, die Angewohnheit, die Lider tief zu senken, selbst beim Sprechen.

Sie wollte gesehen werden und bestaunt. Unglücklicherweise aber ging niemand vorbei als ein Mann mit seinem Hundewagen und jetzt die Postbotin.

Die sah den Poststempel an. Sie wurde rot dabei, dann strich sie ihre Ärmel glatt, die sie zur Arbeit ein wenig aufgeschlagen hatte, legte Früchte und Tuch ordentlich beiseite und ging mit langsamen Schritten ins Haus hinein, in die Küche, wo Frau Balde mit dem sommerfleckigen Salmele zusammen das Abendessen bereitete.

Es wird seine Werbung sein. Ihr Gesicht war ruhig. Die Mutter nahm sie bei der Hand. Wegen des Streiks ist seines Vaters Fabrik geschlossen.

So möchte er sich seine Antwort selber holen. Übereile dich nicht, mein Kind. Es ist für das ganze Leben. Mein Gefühl für ihn ist ruhig und klar.

Aber dann ging dies ihr selbst Verwunderliche wieder schlafen. Er ist ein guter Mensch, dachte sie, als sie zum Vorplatz zurückging. Er wird mich auf Händen tragen, und ich werde ihm eine treue und ergebene Gefährtin sein.

Sie stellte sich den gutgebauten, kraftvollen jungen Mann vor, dessen glänzend schwarzer Bart von Kraft, dessen blühendes Gesicht mit den dunkeln, fast melancholischen Augen von Wärme und Güte sprach.

Sie glaubte, ihn lieben zu können. Der Empfang war freundlich gewesen in der Apotheke und wurde immer herzlicher. Hummel empfand sich bald als zugehörig, sogar seltsam vertraut.

Ihm schien, als habe er das alles irgendwann schon einmal genau so erlebt oder geträumt. Hummel hatte von Jena erzählen müssen, von den bunten Mützen der Studenten und den Mensuren.

Sie war eine umfangreiche, aber noch feste Frau mit tiefer Stimme und energischen Bewegungen. Das Schnurrbärtchen auf der Lippe war schwärzer als ihr dichtes, hochgetürmtes Haar.

Der Apotheker machte neben ihr einen fast weichlichen Eindruck: lang und schwank und kahl, mit tief verfalteten Augenlidern, ein bleiches Gesicht, dem das Alter Kinn und Nase genähert hatte.

Die beiden Alten versuchten gefällig ihr Hochdeutsch, fielen aber immer wieder ins Französische und in ihr Elsässisch zurück.

Sie erzählten vom Lokalereignis, vom Streik. Ganz Mülhausen sei in Bewegung. Oh, pas grand' chose , die Arbeiter glaubten wohl, dem Napoleon sei es recht, den Mülhauser Fabrikanten etwas am Zeug zu flicken.

Wie konnte er also solche Krawalle protegieren wollen? Wenn auch! Die Mülhauser wären wirklich fast zu hochmütig.

Denen geschehe es ganz recht. Hummel lachte ihn scherzend an. Also das war Onkel Camilles Meinung? Nun, dann wäre es wohl am besten, er beeilte sich, aus dem Hause zu kommen, denn er selbst sei gleichfalls Protestant, wie die deutschen Hummels ja alle!

Der alte Bourdon machte ein verlegenes Gesicht. Die Anwesenden — man wisse ja — wären immer ausgenommen, und er selbst sei ja gar nicht so, im Gegenteil, er hätte noch immer es verstanden, von jeder Meinung die gute Seite herauszufinden.

Er sei kein Raisonneur wie andere hier in Thurwiller, Martin Balde, der Maire, zum Beispiel! Oh non!

Man ging jetzt aus der ersten Etage in das Gartenzimmer, das zwischen Drogenstube und Verkaufsraum lag. Auf dem ovalen Tisch stand der Kaffee schon unter grüngestickter Bischofsmütze bereit.

Man setzte sich. Dann bot sie dem Neffen eine Zigarre an, die sie ihm, trotz ihres matronenhaften Umfanges, mit einer gewissen Koketterie anzündete.

Ein Geruch von Spezereien kam durch die Türritze, vom Hofe her hörte man Hühnergegacker und das Gebrumm von Kühen.

Onkel Camille erhob sich, öffnete das Fenster, streckte den Arm aus und hielt, als er ihn zurückzog, eine Zeitung zwischen den Fingern.

Ich schröpf' ihn dafür umsonst. Wie Heinrich Hummel bemerkte, war das Blatt beidsprachig, immer eine Spalte deutsch, eine französisch.

Der gute Camille las die lokalen Notizen deutsch, den offiziellen Aufruf des Präsidenten Isidor Salles aber, der die Mülhauser Bürger zur Ruhe mahnte, las er mit erhobener Stimme französisch, jede vorletzte Silbe hart betonend.

Dann las er weiter. Sell gibt bös Blut! Aber Militär — non, non, non , sell gfallt m'r net. Oha, das wird e distraction gebe für die Maidle et les jeunes femmes.

Onkel Camille zündete sich die Pfeife an. Wie ein umgekehrtes Schirmgestell sah das aus. Hummel wickelte gehorsam sein Garn und sah zu, wie die Püppchen rundfuhren: zwei rote Kleidchen, zwei grüne und zwei blaue, dazwischen zwei Herren im Rokokokostüm, verstaubt und knitterig.

Wahrscheinlich ältester Bestand der Garnwinden-Fahrgäste. Die Winde surrte. Wo hatte er das alles schon erlebt? Wo nur? Was im Hause nicht verbraucht wurde, verkaufte sie in Bollwiller.

Um sieben Uhr löffelt man ein Schüssele Suppe oder Milchkaffee, dann geht's in die Messe. Zwischen Neun und Zehn das Morgenessen, danach ruht man ein Stündchen.

Um zwölf Uhr gibt's Mittag, um vier Uhr Vesper, dann um Sieben die Abendsuppe. Zufrieden sah sie mit dunkeln Augen um sich, und ihr üppiger Körper dehnte sich förmlich in Erinnerung all der guten Dinge, die man ihm täglich so liebevoll zuführte.

Inzwischen war auch Onkel Camille mit seiner Zeitung fertiggeworden. Mit der Miene eines Mannes, der eine köstliche Überraschung anzubieten hat, stand er auf, ging zur Kommode und zog, zu Ehren des Gastes, ein Spieldöschen auf, das dort stand.

Während aus dem Holzkästchen eine sachte Melodie hervorächzte, sang der Alte dazu mit einer überraschend dünnen näselnden Stimme:.

Dieser Mann hier vor ihm mit seiner Pfeife, in Hausmütze und Pantoffeln; das hausfraulich unermüdliche Ab- und Zugehen der Tante, die alten tiefen Sessel, gestickten Kissen und Rollen, gebauchten Kommoden, Glasservanten und mit Andenken bestandenen Zierbrettchen, das Spindel-Ührchen und der zittrige Gesang — das alles war Deutschlands vergangene, gemütliche alte Zeit.

Selber fühlte er allerlei Unruhe von sich abfallen, die ihn geplagt hatte, fühlte sich einfach und still, erlöst von dem Gespannten und Aufgereizten drüben in dem ehrgeizig sich dehnenden Deutschland Jetzt aber, da das Spieldöschen abgelaufen war, ging er gemächlich zu den Wartenden hinaus.

Und wenn er lang genug hier bliebe, würde er auch noch die Prozession in der Kirche zu sehen bekommen, den Papst zu feiern, der ja nun unfehlbar würde.

Das klang wie aus einem Märchen! Das war ja das blonde Mädchen aus dem Korn! Er erkundigte sich nun auch nach der anderen, der Zierlichen.

Man erklärte sie ihm. Eine echte Pariserin sei das. O, man verstünde sich hier auf das, was pariserisch sei, man sähe es gern!

Hummel machte ein sehr vergnügtes Gesicht. Unruhig erhob er sich. Im gleichen Augenblick kam Bourdon wütend zur Tür hereingeschossen.

Er stellte sich breitbeinig vor dem jungen Mediziner auf, ihm ein Rezept hinhaltend. Der begriff nicht. Was soll ein armer pharmacien da dran verdienen?

Warum net noch e wen'g vin d'Espagne oder so? Jo, jo! Der Maire, das sei so einer! Früher seien die Kranken fast immer directement in die Pharmacie gekommen.

Die Doktors hier von dazumal wären nicht beliebt gewesen. Der eine hätte allen Ehemännern seiner Patientinnen Hörner aufgesetzt, der andere sei immer betrunken gewesen und hätte sich dann auch richtig zu Tode gesoffen.

Ja, verschreiben täte der Balde nur die allerbilligsten Arzneien. Hummel suchte zu trösten, so gut er konnte. Der Herr Onkel sei ja noch in seiner besten Kraft, überdies habe er sicher schon langst sein Schäflein ins trockne gebracht?

M'r will jo net klage! Un für d'Kinder isch gsorgt. Der kleine Victor Hugo hat erst vierzehn Jahre. Sein Gesicht war plötzlich voll Tränen.

Er hat halt e weich Herz, ce pauvre Camille! Mais tenez, not' cousin , jetz solle Sie doch auch unser ditscher Vorfahr sehe, vous savez: le tolle Hümmelle!

Er stand auf, ging zum Fenster und nahm ein rundes, verstaubtes Bildchen vom Nagel, ein hübsches, blutjunges Kerlchen im französischen Dreispitz und Militärrock.

Heinrich betrachtete das Bild. Wie er in Frankreich, Deutschland, Holland vornehme Liebschaften gehabt und die Damen in kostbaren Equipagen mit Wappen und Lakaien an seiner Wohnung vorgefahren seien; wie er übermütig Stadt und Sippe die Stirn geboten, zuletzt aber das schönste und reichste Mädchen von Köln geheiratet hatte, in den Rat gewählt wurde und so zu Reichtum und Ehren kam, die er verschwenderisch mit Freunden und Verwandten teilte.

Auch Hummel kannte diese alten Geschichten. Man half sich ein und steigerte einander. Ein unternehmendes Lächeln lag um Camille Bourdons dicke, faltige Lippen, und Madame ging wie berauscht mit weiten, wehenden Röcken hochatmend im Zimmer hin und her.

Auch Hummel war entzündet. Ja, damals gab es noch verwegene Männer und leidenschaftliche Frauen in Deutschland.

Damals lebte man noch mit den Sinnen, nicht nur mit dem Geist, der Bildung! Ihm war plötzlich, als habe er das Leben versäumt.

Hat's jetz in eurem Ditschland keine rechte Maidele mehr? Un d'rno z'Nacht lasse sie euch doch's Kammertürle wageweit offe? Um dich alter Babbe wird sich grad e Maidele derangiere!

Monsieur Hümmelle que v'la, das isch e anderer Mann, gell! Der verkratzt jo dene arme Maidele 's Gsichtle! Erst auf beide Wangen, dann auf den Mund.

Noch ganz atemlos setzte sie sich auf den Fenstertritt und strickte. Nehmet Feuer und Licht in acht, Gott geb' euch eine gute Nacht. Es ging auf den Platz hinaus.

Ihm fast gerade gegenüber stand das schöne alte Rathaus aus dem sechzehnten Jahrhundert. Unversehrt von der Zeit, würdig und harmonisch stand es da im Mondschein.

Weiter hinten begrenzte die Kirche das still geschlossene Geviert des Platzes. Mit ihren vielen freistehenden Schmuckturmspitzchen erschien sie weltlicher geputzt und unruhiger als das harmonisch gegliederte Stadthaus mit seinem Hallen-Unterbau und seinen breiten, dreigeteilten Fenstern.

So etwas Stilles, Zeitloses lag über dem Einsamen da oben! Heinrich Hummel sah lange hinüber. Auf einmal schellte die Nachtklingel.

Heinrich horchte hinaus. Es gab ein wenig Treppenlaufen im Hause, der Onkel im Schlafrock gab dem jungen, französisch antwortenden Laufburschen, der unten schlief, eine Anweisung.

Es sei weiter nichts passiert. Bald war alles wieder still. Hummel setzte sich an den ovalen, etwas schwankenden Tisch. Er hatte sich einen Band von Gottfried Keller mitgebracht, in dem las er.

Um ihn her war es traulich, wie von atmenden Wesen belebt. Sein Tag zog an ihm vorüber. Nach all der Bücherstöberei der letzten Wochen und dem angestrengten Wandern in der Schweiz der erste Tag der Einkehr in sich selbst.

Er trat auf weichen, weichen Weg. Wir alle hier sind eine Schar von Halbtoten […]. Sterbende und Verstorbene zusammen mit Lebenden.

Kot, Dreck und anderer Unrat, dazwischen die Menschen. Mit einem Wort, ein schreckliches, grauenvolles, lebendes, wimmelndes Grab S. Innerhalb der schrecklich überfüllten Waggons, die von hier aus nach Treblinka aufbrechen, finden ebenso Dantische Szenen statt.

Diese bereits recht abgedroschene Umschreibung gewinnt in dem vorliegenden Fall ihr Gewicht und ihre wortwörtliche Bedeutung wieder: Gleich dem Boot des Charon bringen die Züge ihre Insassen ins Totenreich.

Januar in den Waggon verfrachtet wird. Waren Sie denn auch in einem Todeswaggon? Nein, das habe ich nicht vollständig durchlebt. Eine junge Frau hält sich krampfhaft, mit letzter Kraft am Fenstergitter fest.

Sie ist vom Willen besessen, in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Zart, empfindsam, menschlich, menschlich fühlen kann sie nicht mehr, sie ist allem gegenüber abgestumpft.

Der Zug fährt. Fünf Lebewesen von über zweihundert atmen noch. Starkes Herz und starke Lunge. Es war wahrscheinlich derselbe Tag, an dem der Kantor der Warschauer Synagoge, Alter, vom Umschlagplatz nach Treblinka fuhr.

Die eng zusammengepferchten Menschen sind am Ersticken. In jener eiskalten Januarnacht herrscht im Waggon eine schier unerträgliche Hitze. Die meisten Juden in dem Viehwaggon waren bereits gestorben.

Alter hielt sich, auf einem Leichenstapel stehend, verzweifelt am Fenster. Alter, der ihn ans Fenster bringen wollte, damit er frische Luft bekäme, musste die grauenvolle Pyramide noch erhöhen.

Kurz darauf tat sie ihren letzten Atemzug. Der Waggon mit der zusammengepferchten Masse Lebender und Toter nimmt sich aus wie ein Vorhof der Hölle.

Auf seinem Weg über den geradewegs zu den Gaskammern führenden Schienenstrang bewegt er sich zugleich in einem Dantischen Raum. Die Wirklichkeit des Hier und Jetzt lässt sich einzig in einer Sprache der Höllensymbolik beschreiben, verkörpert sie doch die klassischen Vorstellungen von der Hölle, ist die Realisierung des mythischen Modells eine höllischen Wirklichkeit Er wird sich bewusst, dass vor seinen Augen Dantes literarische Vision wahr wird:.

Die Dampflok schnauft, aus dem Schornstein schlägt ein roter Federbusch, die Waggons rattern mit hohlem Klang, hier, in seinem Innern, unentwegtes Ächzen und Stöhnen, und wenn wir noch die fortdauernde Kanonade von Schüssen hinzunehmen, erhalten wir ein in seinem Grauen fürwahr eindringliches Bild, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Der König der Satane selbst könnte keinen würdigeren Streitwagen fahren. Ich habe einmal Dantes Hölle gelesen, diese Nacht, wir hier, in den Waggons, diese Szenen wirken wie direkt Dantes Werk entnommen S.

Das Motiv der zusammengepferchten Leiber, der Stapel von Leichen, der überwältigenden Menschenmassen, die in dieses Drama des Weltendes hineingezogen werden — ein Motiv, das, wie bereits mehrfach erwähnt, in den persönlichen Dokumenten aus dem Ghetto aufscheint — kommt in der mittelalterlichen Ikonographie, der visionären Literatur und bei Dante vor Im vierten Kreis sieht der Wanderer eine wahnsinnige, dicht gedrängte, einander niedertrampelnde Menschenmenge Bei der Analyse dieser Schilderungen kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass eines der Merkmale des Holocaust die jenen traditionellen Vorbildern nachempfundenen Höllenqualen waren.

Es ist eine eisige Januarnacht im Jahr ; die im Waggon zusammengepferchten Menschen quälen Durst, Hitze, Luftmangel.

Hinter der stacheldrahtvergitterten Fensterluke —. Die Temperatur steigt stark, die Hitze nimmt zu. Alles beginnt zu glühen. Wer näher am Fenster steht, befeuchtet ein Taschentuch an der Fensterbank, reicht es an andere weiter, doch es trocknet sofort wieder.

Eine Sisyphosarbeit; zu wenig Feuchtigkeit und Kälte im Januar N. In Salmen Lewenthals Handschrift, der Mitglied des Sonderkommandos von Birkenau war, nimmt der Weg zu den Gaskammern Züge einer wahrhaft apokalyptischen Vision an.

Es ist Anfang , empfindliche Kälte und eisiger Wind. Die Opfer frieren entsetzlich. Die quälende Kälte geht den Qualen in der Gaskammer und dem Krematoriumsfeuer voraus Ein Attribut des Höllenschlundes sind Chaos, Unordnung, Durcheinander.

Von einer derartigen infernalen Verwirrung betroffen ist auch die Welt des Ghettos, der jede elementare Ordnung fehlt, die sich in einem geradezu satanischen Wirbel befindet.

Auf ebendiese Weise enthüllt das Ghetto Litzmannstadt sein höllisches Antlitz vor Dawid Sierakowiak. Bei einer Selektion wird Dawids Mutter zur Deportation bestimmt, aus ihrer Wohnung abgeholt und zusammen mit anderen Opfern eingesperrt.

Dawids Vater schafft es, an den Aufenthaltsort der Gefangenen zu gelangen. Alles geht drunter und drüber, alles ist in einem fürchterlichen Zustand.

Das Makabre, Grauenerregende nimmt in der Darstellung des Ghettos — genauer gesagt, im Bereich des hier erörterten Bildes von Tod und Leiche — eine dominierende Stelle ein.

Grauen und Entsetzen erlangen bisweilen eine Intensität, die alles zu überlagern und die dargestellte Welt ganz zu beherrschen scheint. Dennoch gibt es in dieser überwältigenden Dominanz wichtige Brüche.

Bereits das Motiv der Alltäglichkeit des Todes und der Entwicklung einer ganz eigenen Routine im Umgang mit dem Massensterben beweisen eine bestimmte Aneignung des Grauens.

Derartige Aneignungen finden häufiger statt. In den persönlichen Ghettodokumentationen lässt sich beobachten, dass die Menschen das rein Makabre zu durchbrechen und sich dem alles beherrschenden Grauen zu entziehen versuchen.

Solcherart Bestrebungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Material und stellen kein vorrangiges Motiv dar, einige Beispiele sind sogar eher nebensächlich — trotzdem ist das Motiv in den untersuchten Texten unzweifelhaft anzutreffen und erscheint daher eine wesentliche Bedeutung zu besitzen, gestattet es doch die Vermutung, dass das Repertoire der Formen zur Aufzeichnung von Holocausterfahrung breiter und reicher ist als allgemein angenommen.

Sehen wir uns nun zwei Methoden an, mittels derer das Grauen bei der Darstellung von Leichnamen durchbrochen werden kann. Eine davon strebt durch Ästhetisierung der Leiche die Überwindung der vernichtenden Kraft des Todes an, die Heilung der durch ihn verursachten Wunden, die Verknüpfung gerissener Bande und Wiederherstellung einer zerstörten Harmonie.

Die andere Methode zur Entwaffnung des lähmenden Grauens, das der Tod hervorruft, besteht darin, ihm ein groteskes Antlitz zu verleihen.

Bei einer solchen Auffassung ist die Leiche erschreckend und komisch zugleich, sie ruft Grauen, aber auch Lachen hervor.

Dieses Lachen hier ist ambivalent, eigentümlich, finster, besitzt zwei Gesichter. Die Flucht vor dem Makabren führt demnach in zwei Richtungen — zur Hervorhebung von Schönheit, Harmonie, Ruhe, Empfindsamkeit oder aber zu hybriden, deformierten Bildern des Grotesken.

Die Quelle der ersteren könnte — ganz allgemein betrachtet — in der antiken Kultur gesehen werden, die zweite Richtung steht organisch mit der Kunst des Makabren und der sich im Mittelalter herausbildenden Sicht des Todes in Verbindung.

Jener kurze, gerade einmal 30 handbeschriebene Seiten umfassende Text in polnischer Sprache stellt ohne Zweifel eines der interessantesten persönlichen Dokumente aus dem Ghetto dar.

Umso unverständlicher ist es, warum er über 50 Jahre lang in keiner Form veröffentlicht wurde. In seiner Handschrift notierte er zum Beispiel eine Szene, die, wie ich denke, in all ihrer Stille und Intimität doch eines der erschütterndsten Ghettobilder bleibt.

Da ist die Mauer. Vor der Mauer ein Abflusskanal, durch den eben ein kleiner Schmuggler schlüpft. Schon streckt er den Kopf auf der arischen Seite hinaus, da sieht er ein paar Deutsche.

In panischer Angst will er sich rückwärts ins Ghetto zurückziehen, doch seine Mutter, die drinnen an der Mauer steht, schiebt ihn mit aller Kraft an den Beinen hinüber auf die andere Seite.

Im Laufe von drei Tagen Massenbombardierungen und Artilleriebeschuss rund um die Uhr September ändert sich die Situation der kämpfenden Hauptstadt.

Kulminationspunkt der Bombardements war der September — der tragische schwarze Montag, der den Einwohnern lange in Erinnerung blieb.

September seine Eindrücke und Beobachtungen. Vor ihm erstreckt sich der Blick auf eine ermordete Stadt: Häuserleichen, Menschenleichen.

Inmitten all der Zerstörung, der Brände, Trümmer und verwesenden Leichen — liegt plötzlich der schöne, nackte Leichnam eines Mädchens.

Kein Sausen fallender oder Dröhnen explodierender Bomben, kein Sirren von Schrapnellen. Dafür überall Leichen, Leichen, Leichen … Menschen- und Pferdeleichen, seit drei Wochen nicht begraben, faulend, stinkend.

Selbst von den Krähen verschmäht. Häuser gab es keine. Überall nur Leichen. Rote, rissige Ränder, die Reste der alten Wände und Mauern, durchlöchert mit Ziegelstaub, aufgerissen, aufgeschlitzt, tot.

Diese Reglosigkeit, deutlich sich abzeichnende Brüste, bleich, aber ohne jede Wunde, ohne einen Makel. Nur an der Hüfte war ein kleiner Fleck zu sehen.

Dort war der Schrapnellsplitter eingedrungen. Und diese Augen! Die Augen! Kraft der inneren Logik des Textes legt es sich über das Bild des in Warschau durch ein Schrapnell getöteten Mädchens.

Die Schilderung des ersten Herbstes der Besatzungszeit, einer Zeit des Regens, der grauen Verhangenheit und der Trauer, bildet den kompositionellen Rahmen für eine Erinnerung an die Sommerferien , die sich zu einer eigenen kleinen Novelle von zart gezeichneter nostalgisch-erotischer Atmosphäre ausweitet.

Eine Augustnacht, ein Kiefernwald, ein See. Der Tod setzt zwar dem gerade erst erblühenden Leben ein jähes Ende, kann jedoch die Schönheit des Körpers nicht zerstören.

Cezary Baryka, der in Baku die von den Türken niedergemetzelten Armenier begraben muss, geht neben einem zweirädrigen Ochsenfuhrwerk.

Dann folgt eine detaillierte Beschreibung aller physiognomischen Eigenschaften. Sieh dir das Verbrechen der Menschen gut an!

Hüte dich! Denk daran! Es gab noch keine Mauer um den geschlossenen Bezirk, der Besatzer sollte erst in einigen Tagen in die Hauptstadt einmarschieren.

Er war wahrscheinlich für die Zeitung des Waisenhauses Dom Sierot gedacht. Der Text umfasst drei maschinenbeschriebene Seiten.

Sein Inhalt geht durch Mark und Bein; es gibt wohl unter den erhaltenen Texten aus dem Ghetto keinen von vergleichbarer Kraft und Tiefe, der sich zugleich durch eine so weitgehende Askese der Ausdrucksmittel auszeichnet.

Auch hier ist sie ein Zeichen für Linderung und Trost, spielt somit die Rolle einer indirekt gesprochenen Consolatio — eines unerlässlichen Bestandteils der Begräbnisliteratur.

Sie war so wie immer. So viele Menschen — sie drängeln — sie hasten — sie zanken und feilschen — sie schreien heraus, wer was zu verkaufen hat: einer Kartoffeln, ein anderer Zigaretten, noch ein anderer Kleider, wieder ein anderer Bonbons.

Sie war mit Sicherheit seine Mutter. Doch die Menschen gingen einfach weiter — sie taten nichts Schlimmes, denn Hilfe brauchte er keine mehr.

Seine Lippen sind geöffnet wie zu einem Lächeln — ich habe nicht darauf geachtet, welche Farbe seine Lippen hatten, aber ich meine, sie waren rosig.

Und die Augen hat er gesenkt, und in einem Auge, genau in der Pupille — leuchtet ein kleiner Funke, ein allerkleinster Stern. Und dann geschah eine seltsame Sache, eine fast wundersame, paradoxe Sache!

Es fiel Schnee. Denn das ist das Werk von Mutter Natur. So muss es sein. So ist das Gesetz S. Orientierte man sich für diese Erörterungen an der Dantischen Metapher von der Wanderung durch aufeinanderfolgende Höllenkreise, so übernähme die Führung zum Kreis der Ghettogroteske mit Sicherheit Rokhl Oyerbakh.

In ihren Texten nämlich die sie auf Polnisch schrieb und die auch auf Englisch erhältlich sind findet die — von der Autorin bewusst und konsequent verwendete — Formel einer grotesken Sicht auf die Ghettorealität Ausdruck.

An dieser Stelle beschränke ich mich nur darauf, das Bild der Leiche zu zeigen, und lasse die interessante Frage nach dem Platz der Groteske im Repertoire der möglichen Ausdrucksweisen von Holocausterfahrung für eine gesonderte Bearbeitung beiseite.

Nahezu alle in diesem Kapitel besprochenen Themen und Motive finden in Rokhl Oyerbakhs Aufzeichnungen ihre groteske Gestalt.

Die Groteske liegt hier somit in der Realität, sie ist kein Produkt der Phantasie oder künstlerischen Schöpfung. Kommen wir zur makabren Groteske.

In Rokhl Oyerbakhs Schriften haben wir es hin und wieder mit einem ganz speziellen Karneval des Todes zu tun. Manche mit verzierten Schildern, auf denen Lorbeerkränze den vorgeschriebenen Davidsstern mit silbernen Schnörkeln auf goldenem Grund umgeben.

Ein Jahrmarkt der Leichen. Man begegnet ihnen auf Schritt und Tritt. An einem solchen Ort kann nichts der grotesken Verformung entgehen. Zwei Beispiele.

Sie lag allein da wie ein [hier wurde ein Teil des Satzes von der Verfasserin gestrichen — J. Von der Hand bis zum Ellbogen. Das Groteske jedoch bestand in etwas anderem.

Über diesem waagerecht daliegenden menschlichen Kadaver ragte eine andere, ebenso grauenhaft zerlumpte, sich aber noch senkrecht haltende Gestalt auf und rief, als Verkäufer irgendwelcher Behältnisse von einem Wagen, ein ums andere Mal in geschäftigem Tonfall: [Text auf Jiddisch — J.

Ein hübsches Häuflein — Zehner, Fünfer — lag schon auf der Zeitung, die das Gesicht verdeckte … Ring I, , S. Auch das zweite Beispiel handelt von ebenjenem im Ghetto so weit verbreiteten Anblick: der mit Zeitungen bedeckten Leiche.

Unsere Kinder müssen leben! Ring I, , S. Einen noch grelleren Kontrast bietet ein Vergleich der Darstellungen jenes berühmten Friedhofsschuppens.

Ringelblum und andere Autoren verstärken den Effekt des Makabren noch, während das Makabre bei Rokhl Oyerbakh zum Grotesken wird.

Hier drei aus den vorangegangenen Analysen bereits wohlbekannte Motive. Jemand erklärte mir, wie Kinderkadaver auf dem Friedhof abgeladen werden. Diese kleinen Leichen wiegen weniger als andere, und die Handwerker, Fuhrmänner, all die schwer schuftenden Leute, die hier während dieser Hochsaison den Tod feiern, werfen die zarten Körperchen einander zu wie Warenpäckchen und fangen sie geschickt in der Luft auf.

Die ganz Kleinen lassen sich am besten an einem Bein packen. Ich habe darüber nachgedacht, was an dieser Arbeit bei den Leichen Besonderes ist.

Für die Jüngeren braucht es keine zwei Leute. So ist es. Dieses Mal habe ich es mit eigenen Augen gesehen.

Ich habe gesehen, wie der Friedhofsgeselle so einen kleinen Nackedei bei der Haut packte, an der Stelle, wo man ihn wie einen Sack greifen kann, zwischen Nacken und Schulterblättern, und den Kleinen, der nun mit abgespreizten Armen und Beinen baumelte, zum Schuppen hinübertrug — wie eine Katzenmutter ihr Junges am Nackenfell —, um ihn dort auf einen Leichenhaufen zu werfen Ring I, , S.

Im Friedhofsschuppen beschreibt die Autorin einen Stapel von Leichen wie Marionetten und eine groteske Handlung, die sich zwischen diesen entspinnt.

In der Hochsaison des Todes lagen sie so eine neben der anderen vor uns [unleserliches Wort — J. In der Mitte wurden lange Liegen mit etwas erhöhtem Kopfteil platziert, auf denen die besseren Herren ausgestreckt und ordentlich mit schwarzem Papier bedeckt ruhen […].

Sicherlich haben sie auch zu Lebzeiten in Einzelbetten geschlafen [unleserliches Wort] und behindern somit einander auch jetzt nicht, haben es sich jeder auf seinem eigenen Platz bequem gemacht.

Eng, ja, das ist es, aber ein Minimum an Platz ist gegeben. So liegen sie da und tun, als sähen sie nichts, bemühen sich, nicht diejenigen anzustarren, die längs der Wände liegen, einer über den anderen geworfen.

Einer längs, einer quer, einer mit dem Gesicht nach oben, einer nach unten, und einer in ganz absurder Stellung, akrobatisch — alle wie auf einem Haufen.

In Haufen. Eine Segregation auch hier noch. Männer für sich, Frauen für sich. Und die Kinder auch für sich. Hier und da ist eine Kinderleiche vom Stapel gekullert.

Dann sucht eine Leiche nach einer bequemeren Lage, will vielleicht heimlich ihre Glieder ein wenig strecken. Und so werden Leichen sicherlich niemals mehr meine Furcht wecken.

Der Schuppen hat mich von meinen letzten Befindlichkeiten kuriert Ring I, , S. Der Gestank aus dieser Grube war fürchterlich, doch meine Neugier zwang mich, auch in sie hineinzusehen.

Am Anfang erschien es mir in meiner Kurzsichtigkeit, als liege dort nur ein einziger Mensch, doch L. Zwischen den gespreizten Schenkeln eines auf dem Bauch liegenden Toten lugte der ergraute Kopf einer alten Frau hervor.

Es musste noch jemand in dieser Grube liegen, und zwar ausgestreckt auf dem Rücken, denn seitlich ragte unter dem Papier eine schlanke, bleiche Hand mit galant gebogenem Handgelenk hervor und schien das Gras, das an jener Stelle wuchs, mit unendlich eleganter Bewegung zu durchkämmen … Ring I, , S.

Sämtliche hier angeführten Beispiele verbindet die Hybridität ihrer Form, das Zusammentreffen lähmenden Entsetzens mit satanischem Gelächter.

Ich denke, die Welt des Ghettos in Rokhl Oyerbakhs Aufzeichnung ist fremd in dem Sinne, in dem Wolfgang Kayser über die Fremdheit der grotesken Welt schreibt Jene Fremdheit erfüllt uns mit Grauen, erweist sich doch die uns bis dahin bekannte Welt und wiedererkennbare Welt als verändert, deformiert.

Wir finden uns nicht in ihr zurecht, können ihr aber auch nicht entfliehen. Wir können nicht in ihr leben wie früher, wir können nicht in ihr sterben wie früher.

Alles ist eigentümlich, unheimlich, monströs, schrecklich und lustig zugleich. Vermischt und verknäuelt wie die Leichenhaufen im Friedhofsschuppen.

Wir haben die Gesichter von Menschen betrachtet, Sterbeszenen, die Darstellung von Leichen. Eine solche Art der Lektüre ist — wie bereits zuvor gesagt — ein bestimmter Vorschlag zur Annäherung an jene Texte und die darin verzeichnete Erfahrung.

Ebenso eindringlich sprechen die menschlichen Gesichter, Ereignisse, Gegenstände zu uns. Durch sie bekommt die Bedeutungswelt des zitierten Textes ein Fundament der Realität, eine Körperlichkeit, Substanz.

Der Leser hat nun die Chance, Bekanntschaft mit jener Realität zu machen, seine Lektüre ist eine aktive. Jene Aktivität kann in unterschiedliche Richtungen gehen, ohne Zweifel jedoch trägt sie zu einem umfassenderen Einblick in die Aufzeichnungen bei und erweitert die Möglichkeiten zu deren Interpretation.

Auf meiner letzten Reise hatte ich einen jungen, Akam Igau feindlich gesinnten Häuptling, namens Tigang Aging , vorn Zuge ausschliessen müssen, weil ich Zwistigkeiten zwischen beiden fürchtete; jetzt aber hatte ich so viel mehr Personal bei mir, dass auch mehr Träger und Ruderer erforderlich waren, als eine einzige Niederlassung liefern konnte; es war mir daher sehr willkommen, dass auch Tigang zum Mitgehen bereit war.

Obgleich die Ernte noch nicht beendet und das grosse Neujahrsfest noch nicht gefeiert worden, zu den Reisevorbereitungen also noch ein Überfluss an Zeit vorhanden war, lautete der Vorschlag seitens der Kajan doch, dass nicht vor der folgenden Saatzeit aufgebrochen werden sollte, was einen Aufschub von fünf Monaten und ein Reisen zu ungünstiger Jahreszeit bedeutete.

Schon seit alter Zeit lebten die Batang-Lupar mit den Taman und Kajan am Mendalam auf dem Kriegsfuss, jetzt kamen ihre Häuptlinge, wie sie sagten, um Frieden zu schliessen.

Nach ihrer Art und Weise zu reisen waren diese Batang-Lupar schon seit sechs Monaten unterwegs; ihre wahrsagenden Vögel hatten sie stets wieder gezwungen Halt zu machen und sie selbst hatten jede Gelegenheit benutzt, um im Gebirge Buschprodukte zu sammeln.

In Borneo ist jeder Fremdenbesuch verdächtig, da nach Landessitte eine gute Gelegenheit Köpfe zu jagen auch auf Gäste sehr verlockend wirkt.

Bedenkt man, dass der Kontrolleur in Putus Sibau mit seinen 8 Schutzsoldaten keine starke Festung zur Verfügung hatte, so nimmt es nicht Wunder, dass man auch dort sehr auf der Hut war.

Sicherheitshalber hatte der Kontrolleur Kanjan und Rawing nur mit 30 Mann Gefolge nach Putus Sibau zu kommen gestattet, auch sollten die beiden Häuptlinge nur eine Nacht in jeder Kajan Niederlassung verbringen und zwar ohne ihr Geleite.

Ich erlebte noch die Ankunft der Batang-Lupar in Putus Sibau und hörte ihre indirekten Berichte vom Mahakam.

Da empfing ich von den Mendalam Kajan aus Tandjong Karang die Nachricht, dass sie mich, ihrer vielen Kranken wegen, mit Ungeduld erwarteten.

Obgleich die Friedensfeier sehr interessant zu werden versprach, beschloss ich doch, der Bitte meiner Kajanfreunde bald Folge zu leisten.

An Vorräten und Tauschartikeln nahm ich nur das Notwendigste mit, alles übrige liess ich unter der Obhut des Kontrolleurs in Putus Sibau zurück.

Demmeni und Bier sollten während meines Aufenthaltes bei den Kajan ihre Zeit dazu verwenden, ihre Ausrüstung in Ordnung zu bringen.

Ersterer sollte ausserdem die Aufsicht über einige Leute aus Buitenzorg führen, die Kisten und Blechsachen zu reparieren oder herzustellen hatten.

Obgleich beide nur im botanischen Garten von Buitenzorg gearbeitet hatten, zeigten sie sich doch bald, in noch höherem Grade als ihre Kollegen im Jahre , zur Erfüllung ihrer Aufgabe befähigt.

Wegen der Schwierigkeit, die Kajan auch nur für einen Tag zur Unterbrechung ihrer Arbeit zu bewegen, um mich und mein Gepäck nach Tandjong Karang abholen zu lassen, mietete ich einige Malaien, die sich nie durch anderweitige Pflichten daran verhindert sehen, einen Extralohn zu verdienen.

Als wir, nach fünfstündiger Fahrt, um die letzte Flussbiegung fuhren, trat mir das wohlbekannte Tandjong Karang wieder vor Augen: hinter einem Vordergrunde von dunkelgrünen Fruchtbäumen und zahlreichen kleinen, zerstreuten Reisscheunen kam das hohe, gerade Dach der langen Kajanwohnung zum Vorschein.

Das Haus dehnte sich parallel dem Ufer über eine m lange Strecke aus; sein 15 m hoher First, der sich gegen den hellen Himmel besonders scharf und geradlinig abhob, war nur in der Mitte, über der Wohnung des Häuptlings, um einige Fuss erhöht.

Mit Stangen das Boot längs dem Ufer vorwärtstreibend, erreichten wir bald die Steinbank vor dem Hause und ich verliess mein Fahrzeug, umringt von Kindern, von denen mich einige mit dem Finger im Munde verlegen anstarrten; durch meinen vorigen Besuch waren sie jedoch schon zu sehr an mich gewöhnt, um fortzulaufen.

Ein vielbetretener Pfad führte mich das hohe Ufer hinauf; weiter diente ein langer Baumstamm als Brücke über einen 5 m tiefen Graben, den der Strom seit meinem letzten Aufenthalt hatte entstehen lassen.

Dergleichen Pfähle werden gewöhnlich mit grotesken Menschenfiguren verziert, hier war man aber noch nicht so weit. Dieser 40 m lange Steg führte zu einer kleinen Plattform am Fuss der Haustreppe.

Wir hatten bei diesem Gang den mit Fruchtbäumen und Reisscheunen besetzten Vorderplatz passiert, der ausserdem viele kleine mit Sirih Piper betle und Gemüse bepflanzte Gärtchen enthielt, welche gegen die vielen frei herumlaufenden Schweine und Hühner mit festen flecken umgeben waren.

Am Fuss der Treppe stand Akam Igau ; er empfing mich sehr erfreut und forderte mich auf, ins Haus einzutreten.

Auf der Galerie des 5 m über dem Erdboden auf einem Wald von Pfählen ruhenden Hauses hatte sich bei meiner Ankunft eine Menge brauner Gestalten [27] aus den verschiedenen Wohngemächern versammelt, vor allem Frauen und Kinder, die ihre Neugier am wenigsten zu beherrschen schienen.

Die gute Kajansitte forderte jedoch, dass sich keiner unsere frühere Bekanntschaft merken liess, bevor ich ihn mit einem Kopfnicken begrüsst hatte, d.

Besuchen sie einander, so machen sie es sich erst bei ihren Gastherren gemütlich, bevor sie für diese zu sprechen sind. Die Frauen trugen offenes Haar, blossen Oberkörper und verschiedene Halsketten; von unterhalb der Hüften bis zu den Füssen bekleidete sie ein Röckchen, das mittelst zweier Perlenschnüre am Körper festgebunden war.

Von den Kindern liefen nur die kleinsten nackt umher, die ungefähr zweijährigen trugen bereits ein Röckchen oder Lendentuch. Die Kleidung der Männer bestand bei den meisten nur in einem Lendentuch, einige erfreuten sich auch des Besitzes einer bunten malaiischen Hose.

Nachdem sich die Menge etwas verlaufen hatte, liess sich die mächtige Galerie des Hauses in ihrer ganzen Ausdehnung überblicken.

Aus dem gleichen Grunde bauen sie ihre Häuser auch auf Pfählen, mehrere Meter über dem Erdboden; jedes Haus dient bei Überfällen zugleich auch als Festung gegen den Feind.

Dieser Ausbau, auf dem ein Herdplatz angebracht war, diente als Gastgemach und war auch mir als solches angewiesen. Bau, Ausführung und Reinheit der Galerie fielen angenehm auf; der Fussboden bestand aus gut bearbeiteten aneinanderschliessenden Planken, auf denen man auch abends, ohne seine Gliedmassen zu riskieren, ruhig umhergehen konnte.

Vor jeder Wohnung bzw. An der Aussenseite, wo das schräge Schindeldach nur t m über dem Fussboden hing, war die Galerie durch eine Reihe horizontaler Latten abgeschlossen.

Während meine Leute das Gepäck nach oben ins Gastzimmer brachten, lud mich Akam Igau zur Begrüssung seiner Familie in seine Wohnung ein.

Geschnitzte Haustür des Häuptlings Akam Igau. Männer, Frauen, Kinder und Hunde bewegten sich in dem rauchgeschwärzten Raume durcheinander.

Auf Wandgestellen über dein Feuer befanden sich, durch den Rauch vor Feuchtigkeit und Insekten geschützt, die Küchenvorräte: das sehr kostbare Salz, Bataten, Mais und trockene Zuspeisen für den Reis.

Die Kochgerätschaften bestanden ausschliesslich aus flachen Eisenpfannen verschiedener Grösse, während zum Wasserholen grosse Bambusgefässe und Kalabasse dienten.

Über den Gestellen mit Esswaren befanden sich andere mit sorgfältig gestapeltem Brennholz, das hier zum Trocknen ausgebreitet war.

Während ich die Umgebung musterte, hatten die Hausbewohner Zeit gehabt, sich von der Erregung, welche meine Ankunft verursacht hatte. Die Töchter des Häuptlings und deren Ehemänner kamen zuerst an die Reihe, die jüngeren Söhne waren zum Glück nicht allzu schüchtern.

Auch verschiedene Sklavenfamilien, die bei der Hausarbeit behilflich sein mussten, hausten in diesem Gemache. Um die Anwesenden baldmöglichst von meiner beängstigenden Gegenwart zu befreien, ging ich wieder auf die Galerie hinaus und sorgte dort, dass mein Gepäck geschickt gestapelt wurde, damit für mein [29] Klambu Moskitonetz noch Platz übrig blieb.

Mittelst einiger Matten wurde der Raum schnell in ein Zimmer verwandelt, das mir nach der langen Reise sehr willkommen war.

Sobald konnte jedoch von Ruhe keine Rede sein, denn die Malaien aus Putus Sibau mussten ihren Lohn erhalten, um noch am selben Tage zurückzukehren, und bald strömten auch besorgte Eltern mit kranken Kindern und besorgte Kinder mit kranken Eltern herbei, die alle von meinen allmächtigen Arzneien Hilfe erwarteten.

Nachdem ich etwas geruht und von dem genossen hatte, was mein Diener auf dajakischem Herde für mich bereitet hatte, reichte das Tageslicht noch gerade zu einem Spaziergang in der Galerie; absichtlich beschäftigte ich mich mehr mit den leblosen als mit den allzu schreckhaften lebenden Wesen meiner Umgebung.

Das lange Haus enthielt ungefähr 50 verschiedene Räume, jeder von einer mehr oder minder zahlreichen Familie bewohnt und von nahezu gleicher Grösse; nur die Einrichtung der Zimmer war, je nach der Wohlhabenheit ihrer Bewohner, verschieden.

Über jeder Haustür standen auf horizontalen Balken der Vorwand grosse Körbe mit Rotang und Fischerei- und Ackerbaugerätschaften.

Auch in diesen kleineren Wohnräumen der gewöhnlichen Leute herrschte wie bei der Häuptlingsfamilie das Prinzip der gesonderten Schlafkammern für Verheiratete und junge Mädchen.

Die jungen, unverheirateten Männer schlafen vom achten Jahre an in der Galerie. In den ersten Tagen erneuerte ich die Bekanntschaft mit einstigen Freunden und Freundinnen; bei allen hatte ich anfangs eine gewisse Zurückhaltung zu überwinden, die aber nur ihrer Sitte entsprang; denn sie schwand bei einem freundlichen Blick oder Wort oder kleinen Geschenk.

Obgleich ich fast alle bekannten Gesichter wiederfand, war es doch Zeit, dass ich mit meinen Arzneien den Kampf gegen die bösen Geister, die Urheber aller Krankheiten, wieder aufnahm.

Einen kleinen Jungen, der, durch Syphilis erschöpft, seinen Eltern schon monatelang [30] Angst und Sorgen bereitet hatte, konnte ich nicht mehr retten, er starb drei Tage nach meiner Ankunft; das verzweifelte Jammern seiner Mutter tönte mir noch lange Zeit in den Ohren.

Kleine, infolge leichter Malariaanfälle anämisch aussehende Patienten wurden mir in grosser Zahl gebracht; in den ersten 14 Tagen kamen sie regelmässig zu bestimmter Zeit, um ihre Chinindosis einzunehmen.

Obgleich die Rosen, die auf ihre Wangen zurückkehrten, einen etwas bräunlichen Ton hatten, so war doch das Schwinden der graugelben Hautfarbe, die wiederkehrende Fröhlichkeit und das gesündere Aussehen erfreulich zu beobachten.

Bei meinem ersten Besuch in Tandjong Karang hatte ich die Leute nur mit Mühe dazu bringen können, mir irgendwelche Gegenstände für meine ethnographische Sammlung abzutreten; jetzt brachte man mir bereits von selbst allerhand Sachen.

Ich suchte aber nur einige besonders schöne Schnitzereien in Horn und Holz zu erlangen, da es mir nur darum zu tun war, meine beiden früheren Sammlungen zu vervollständigen.

Mein Hauptinteresse galt aber der Vorbereitung für die Expedition, d. Zwar waren, wie erwähnt, bereits vor langer Zeit 25 Böte bestellt worden, aber aus Ungewissheit und Sorglosigkeit hatten die Kajan die Arbeit noch nichtbeendet, obgleich sie dieses Mal zum Glück mehr zu Stande gebracht hatten, als vor meiner früheren Reise.

Um den Leuten zu zeigen, dass es mir Ernst war, suchte ich auch nach alten brauchbaren Böten und zwar mit gutem Erfolge. Sobald der eine Kajan sah, dass sein Nachbar an seinem Boote arbeitete, machte auch er sich, um nicht im Rückstande zu bleiben, ans Werk; so half die Konkurrenz mehr als alle Worte.

Der Konkurrenz verdankte ich es auch, dass ich die Böte zu den gleichen Preisen wie früher erhielt. Da ich für meine Vogel- oder mexikanischen Dollars, die in West-Borneo noch stets neben dem holländischen Gelde zirkulieren, in Singapore nur fl.

Noch mehr Schwierigkeiten als das Herbeischaffen von Böten bereitete der Einkauf von Reis; ich hatte ihn in grosser Menge nötig und der Reisvorrat der Kajan war beinahe erschöpft.

Es lag mir daran, von dem Gelde, das für Reis ausgegeben werden musste, besonders viel den Kajan selbst zukommen zu lassen, daher [31] verabredete ich mit Akam Igau , dass er unter den Familien von Tandjong Karang Dollar verteilen sollte, für die sie mir nach der Ernte Reis zu liefern hatten.

Akam Igau behielt jedoch einen guten Teil des Geldes für sich und seine Leibeigenen und folgte bei der Verteilung so sehr seinen Sympathieen, dass einige, die auch etwas beitragen wollten, aber nicht in seiner Gunst standen, leer ausgingen.

Als man mit Klagen zu mir kam, konnte ich mich durch einige Dollars Vorschuss einer weiteren Quantität Reis versichern.

Leider war dieses Verfahren nicht auch in den höher gelegenen Niederlassungen anwendbar; die Ernteaussichten waren dort sehr schwach, und viele Männer beteiligten sich nur deshalb an der Expedition, um später mit dem verdienten Lohn für sich selbst Reis einkaufen zu können.

Kaum hatten die Chinesen und Malaien in Putus Sibau gemerkt, dass es etwas zu verdienen gab, als auch sie mir anboten, nach der Ernte, sobald die benachbarten Dajakstämme ihnen ihre Schuld in Reis bezahlt haben würden, einige Tausende von Kilo zu liefern.

Inzwischen kam auch wieder die Frage nach dem Termin des Aufbruchs zur Sprache. Bald nach der Abreise der Batang-Lupar kam Tigang nochmals zu mir und erklärte, dass seine Leute nicht vor der nächsten Reissaat aufbrechen wollten.

Glücklicher Weise sind die Kajan Beweisgründen zugänglich, so dass mir Tigang auf meine Bemerkung, dass nach dem langen Warten eine ungünstige Reisezeit angebrochen sein würde, nichts anderes erwidern konnte, als dass die Beteiligung an der Expedition den Kajan viele Opfer kostete.

Nach langem Hin- und Herreden wurde beschlossen, dass die Männer nach dem Erntefest einige neue Grundstücke für die Anlage der Reisfelder suchen sollten und dass wir, wenn auch das Fällen des Waldes beendet sein werde, die Reise antreten sollten.

Akam Igau war zwar bei dieser Verhandlung nicht gegenwärtig gewesen, ich wusste aber doch, dass auch er für einen beschleunigten Aufbruch war und fragte ihn daher nicht um seine Meinung.

Wir hatten zugleich überlegt, dass es unmöglich sein würde, für die Mann, die sich am Zuge beteiligen sollten, auch den Proviant in den Böten gleich mitzuführen; es sollte daher ein Vorrat Reis und Salz so schnell und so weit als möglich den Kapuas aufwärts transportiert und dort bewacht werden, bis wir nachkamen und ihn über Land Weiterschaffen konnten.

Als die Zeit des Aufbruchs ungefähr bestimmt war, erkundigten [32] sich die verschiedenen Häuptlinge nach der Zahl der Dorfgenossen, die mitgehen konnten.

Bald trat die alte Eifersucht zwischen Akam Igau und Tigang wieder zu Tage; letzterer erzählte triumphierend, dass er in Tandjong Kuda, seinem Dorf, 50 Mann aufstellen konnte, Tandjong Karang dagegen nur 30, Pagong nur 10 und die Ma Suling ebenfalls nur 10 Mann.

Da Tigang der Schwiegersohn von Akam Lasa , dem Ma Suling Häuptling, war, der selbst nicht mitziehen konnte, so fügte sich der Anführer der Ma Suling mehr Tigang als Akam Igau.

Dieser wusste jedoch, dass ich ihn, den erprobten Führer, doch als Leiter des Ganzen behandeln würde und nahm sich die geringere Anzahl seiner Männer nicht zu Herzen.

Inzwischen war die Ernte vorüber und das Erntefest mit gewohnter Freude und Feierlichkeit begangen worden; ich hatte mich wiederum davon überzeugen können, in wie hohem Masse die ganze Bevölkerung von den für Europäer so unbegreiflichen und unsinnigen religiösen Zeremonien ergriffen wurde.

So verging der ganze Monat Juni; da er sehr trocken, also zum Reisen äusserst geeignet gewesen und ich ausserdem überzeugt war, dass es noch lange dauern würde, bevor wir uns in Bewegung setzen konnten, machte mich das Warten sehr ungeduldig.

Es war mir noch ein Trost, dass ich, nachdem ich erst 12 Böte mit einer grossen Menge Reis nach Putus Sibau hatte bringen lassen, einige Tage darauf eine zweite Truppe Kajan aus Tandjong Karang mit kg Reis und 14 Blechgefässen Salz den Kapuas aufwärts schicken konnte.

In Putus Sibau war es dem Kontrolleur inzwischen gelungen, die tüchtigsten der bewaffneten malaiischen Schutzsoldaten dazu zu bringen, uns zum Mahakam zu begleiten.

Ein Zuwachs der Gesellschaft erschien uns anfangs zwar nicht sehr erwünscht, weil die Leute aber so viel Eifer an den Tag legten, beschlossen wir doch, sie mitzunehmen, und haben es später auf der Reise nicht zu bereuen gehabt.

Mein Aufenthalt am Mendalam war nun nicht mehr unbedingt notwendig und auch Akam Igau drang darauf, man solle sich zur Reise vorbereiten, damit man nach der Rückkehr der Gesandtschaften gleich aufbrechen könne; ich nahm daher zum Leidwesen meiner vielen Freunde und Bekannten von Tandjong Karang Abschied und kehrte nach Putus Sibau zurück.

Hier waren unterdessen aus Pontianak nachbestellte Güter angekommen, auch allerhand nützliche Dinge, wie Kisten für Lampen und andere tägliche Gebrauchsartikel, verfertigt und ein Vorrat Segeltuchs zugeschnitten, besäumt und mit Seilen versehen worden.

Ferner hatte Demmeni auf seine photographische Ausrüstung viel Arbeit verwandt; ebenso Bier für eine topographische Aufnahme des Mahakamgebietes alles vorbereitet.

Um alles hatte sich der Kontrolleur Barth bekümmert, und ich sah zu meiner Befriedigung, dass er auch mit den Eingeborenen sehr gut umzugehen verstand.

Da die allgemeine Verkehrssprache der Bahau, das Busang, ihm noch unbekannt war, hatte er sich alle Mühe gegeben, sie vor dem Beginn des Zuges zu erlernen.

Ich hatte bereits dem ältesten Sohne Akam Igaus , namens Ju , das Lesen und Schreiben mit lateinischen Buchstaben beigebracht; nun hatte er den Kontrolleur gebeten, auch seinen jüngeren Sohn, Adjang , im Lesen und Schreiben des Malaiischen, das er nur notdürftig sprach, zu unterrichten.

Adjang war studienhalber nicht nur monatelang beim Kontrolleur in Putus Sibau geblieben, sondern zog auch mit uns zum Mahakam. Während unserer Reise durch den Urwald lernte er abends im Lager seine Lektionen ebenso eifrig wie in Putus Sibau, und am Mahakam angekommen las und schrieb er bereits befriedigend.

Da an der Ausrüstung nichts mehr zu tun übrig blieb und das für die Reise so günstige trockene Wetter anhielt, hätte mich die Ungeduld, endlich fortzukommen, sehr gequält, wenn die Bewohner der Niederlassungen ober- und unterhalb von Putus Sibau meine ärztliche Hilfe nicht ständig in Anspruch genommen und mich gezwungen hätten, mich um ihre Interessen zu bekümmern.

Unterhalb Putus Sibau waren in den letzten Jahren Niederlassungen der Kantu Dajak entstanden. Dieser mit den Batang-Lupar verwandte Stamm aus dem Seengebiet war von diesen aus seinem alten Wohnplatz nach Südwesten vertrieben worden.

Seit der Zeit hatten sich die Kantu bald hier bald da in sehr kleinen Niederlassungen weiter oben am Kapuas verteilt. Sie waren viel zugänglicher als die Kajan und interessierten mich auch durch ihre Kunstfertigkeit in der Herstellung von Webereien und Perlenarbeiten, so dass ich es lebhaft bedauerte, mich mit ihnen aus Zeitmangel nicht mehr abgeben zu können.

Da sie mehr als die anderen Stämme geneigt waren, ihre seltenen Produkte um hohen Preis loszuschlagen, gelang es mir, in kurzer Zeit allerlei anzuschaffen, was mir von ihrer sehr hoch stehenden Webe- und Färbeindustrie eine Vorstellung geben konnte.

Auch mit den weiter oben wohnenden Taman Dajak kam ich dadurch in Berührung, dass sie mir ihre Kranken brachten und durch vorteilhaften Verkauf ihrer eigenartigen Kleidungsstücke von mir zu profitieren trachteten.

Verschiedene Personen boten mir auch ihre aus bunten Perlen und Muscheln Nassa callosa verfertigten Jäckchen und Röckchen an, die sie früher bei ihren religiösen Festen trugen, jetzt aber, wegen der Ausbreitung des Islam in ihrem Stamm, nur selten mehr gebrauchten.

In ihrem kleinen Zimmer holt Chloe eine Metalldose hervor. Darin ist ein MP3 Player und ein paar Erinnerungen. Ganz unten findet sie, was sie gesucht hat.

Nachdenklich faltet sie das zerknitterte Blatt auseinander und schaut auf eine Kinderzeichnung. Sie faltet das Papier und steckt es sich in die Hosentasche.

David sitzt gähnend vor dem Funkgerät und reinigt seine Waffe. Es klopft an der Tür und kurz darauf erscheint der Kopf seiner Stieftochter. Sie faltet das Blatt Papier auseinander und legt es vor sich hin, dann greift sie nach ihrem Kohlestift und fängt an zu zeichnen, inspiriert von dem Bild der Kindheitsmax.

Ein Blick auf die Uhr zeigt ihr, dass sie erst eine Stunde ihrer Schicht hinter sich hat, da fängt das Funkgerät an zu knacken.

Over and out! Los Leute! Aufwachen, wir müssen runter. Eilig laufen alle durch die kleine Hütte und verrichten ihre Aufgaben. Besorgt schaut Joyce alle an.

Ich denke gegen null vierhundert sollten die Patrouille fertig sein. Chloe, hast du das mobile Gerät dabei. Sie scheint gefangen in ihrer eigenen Welt.

Leises Murmeln durchdringt die Stille. Sie dreht den Kopf und erkennt einen blauen Haarschopf. Vorsichtig reibt sie sich durchs Gesicht und setzt sich langsam auf.

Ihre Wunde tut weh, aber sie fühlt sich nicht mehr so schwindelig. Wenn sich ein Heli oder andere militärische Einheiten nähern, dann verschwinden alle im Bunker.

Hier können Wärmebildkameras uns nicht aufspüren. Mom kümmert sich um unsere Versorgung und die Nachwelt.

Ach und ich mache Besorgungsgänge und kann inzwischen auch ganz gut mit der Waffe umgehen, kümmere mich also um Eindringlinge, wenn ich sie nicht gerade mit hierher schleppe.

Auch wenn er eindeutig mehr wollte. Wir hatten plötzlich weder Internet noch Handyempfang in Blackwell und wurden alle zu einem Morgenappell gerufen.

Dort wurde uns gesagt, dass ein Virus umgeht, der sehr schnell übertragbar und tödlich ist und das wir zu unserem eigenen Schutz nicht mehr das Schulgelände verlassen oder schulfremde Personen rauf dürfen.

Auch unsere Lehrer wurden mit untergebracht. Sie sagten uns nur, dass wir bei jedem Anzeichen einer Erkältung sofort die Schule informieren müssen.

Warren war, wie immer, sofort an meiner Seite, sobald er mich in der Menge sah. Wir redeten darüber, dass wir unbedingt im Two Whales Burger essen, wenn das vorbei ist.

Kurz vor der Turnhalle scherzte ich noch, dass seine Stauballergie besser nicht anschlagen soll, weil er bestimmt sonst sofort erschossen wird.

Ich wollte die Stimmung lockern. Wir gingen in die Turnhalle und standen herum. Wir mussten uns in Reihen aufstellen, Warren und Kate und ich waren ziemlich weit vorne.

Ich sah, wie sich Warrens Nase kräuselte und musste schmunzeln. Er versuchte das Niesen anscheinend zu unterdrücken und hustete dann.

Das nächste was ich mitbekomme ist dieser laute Knall und wie mich etwas Feuchtes im Gesicht trifft.

Ich blickte zu Warren, aber er war weg, lag auf dem Boden und bewegte sich nicht mehr. Danach passierte alles wie in Zeitlupe.

Jemand schrie etwas und alle um mich herum gerieten in Panik. Ich wollte nur noch raus, also wühlte ich mich durch die Menge, überall ginge Mitschüler zu Boden und eh ich wusste wie mir geschieht finde ich mich im Wald wieder.

Mit Tränen sieht die Braunhaarige hoch. Ich griff nach der Feuchtigkeit in meinem Gesicht und David springt plötzlich von seinem Stuhl auf und alle schauen ihn erschrocken an.

Der Mann ist sichtlich um Beherrschung bemüht doch in seinem Gesicht spiegelt sich Wut wieder. Joyce steht auf und geht zu ihm. Sieh sie dir an, du machst ihr Angst.

Er schaut sich um und sieht wie sich Max zusammenkauert. Scham überkommt ihn und er denkt daran zurück, dass er sie auch einfach ohne Hintergrundinformationen töten wollte.

Offiziell wird in Arcadia Bay niemand gesund gewesen sein, sie haben die ganze Stadt ausgelöscht. Es tut mir so leid Max.

Wir sind für dich da! In dem Bunkerraum ist nur Maxs Schluchzen und Weinen zu hören. Bis es vom Funkgerät unterbrochen wird. Ich mache uns dann erst Mal einen Kaffee, was haltet ihr davon?

Wir lassen dich doch nicht einfach in den sicheren Tod rennen. Während er die Kiefer eng aufeinander presst schaut Joyce liebevoll zu den Mädchen.

Ich bleibe hier, wenn sie aufwacht. Chloe macht ein unzufriedenes Geräusch, geht dann aber den anderen hinterher. Oben an der Treppe wartet Rachel auf sie und grinst breit.

Was willst du? Das lange eingesperrt sein hat sie nervös gemacht und sie braucht dringend frische Luft und eine Zigarette sowie Bewegung.

Also ja, aber nicht so! Du bist wie ein liebeskranker Welpe in ihrer Nähe. Ich meine, die Fotografin und das Model, was könnte besser passen.

David starrt Max an als diese langsam aufwacht. Bei seinem Anblick macht sie sich augenblicklich kleiner. Angst leuchtete in den blauen Augen als sie merkt, dass sie alleine mit dem Mann ist.

Ich wollte nur in Ruhe mit dir reden, ja? Dieser seufzt und lehnt sich in seinem Stuhl zurück um der jungen Frau mehr Platz zu geben.

Wir haben den Funkaustausch gehört. Das Militär wird das ganze unter den Teppich kehren. Ziemlich schnell fangen die betroffenen jedoch an Blut zu husten, weil der Virus sich aggressiv seinen Weg durch den Körper bahnt.

Das fatale, irgendwann hören die Erkältungserscheinungen auf, doch dann bilden sich offene Wunden auf dem Körper und ein paar Tage später ist man tot.

Es gibt bisher kein bekanntes Gegenmittel und er ist sehr leicht zu verbreiten. Deswegen wurdest du auch von uns in den Schuppen gebracht zu Beginn, wir konnten nicht zulassen, dass du dich jemanden von uns auf mehr als zwei Meter näherst.

Also als Warren gehustet hat Eigentlich sieht das Vorgehen vor, dass derjenige in Quarantäne gesteckt und getestet wird.

Meistens sterben die Leute in den Quarantänelagern an dem Virus aber da war jemand nur zu nervös. Ich habe noch nie von so etwas gehört? Aber hör zu, dass alles ist für uns hier nicht wichtig.

Es wird daran gearbeitet es in den Griff zu bekommen, darauf müssen wir hoffen und bis dahin versuchen wir hier sicher zu sein.

Was mich zu dem Grund bringt, warum ich mit dir sprechen wollte. Ich würde dich gerne an einer Waffe ausbilden. Für deinen und unseren Schutz.

Ich verstehe, dass du keinerlei Erfahrungen hast und denkst, dass du nicht nützlich sein kannst, aber das dachte Chloe auch am Anfang. Max kämpft sich derweil mühselig aus dem Bett.

Sie fühlt sich schon etwas kräftiger. Er öffnet ihn und will gerade die verschiedenen Waffen erklären. Ich habe den nur für den Notfall gekauft, falls die Munition ausgeht.

Max wie geht es dir? Rachel betritt den Raum und streckt sich. Ich würde mir nach dem Frühstück gerne noch mal die Verletzung ansehen und Fieber messen.

Diese wird bei dem Kontakt etwas nervös. In ihrer Hand hält sie drei Kaninchen und einen Waschbären. Sie legt die toten Tiere in das Waschbecken und nimmt sich einen Kaffee.

Das Buch, dass David angeschleppt hat, ist wirklich hilfreich. Ich konnte auch ein paar Rotwild Spuren ausmachen, aber dafür müsste man zu zweit gehen.

Aber erst, wenn Doktor Amber dir das go gibt. Nervös wird sie sich der Gegenwart der beiden hübschen Frauen links und rechts von sich bewusst und ihre Hände fangen an zu schwitzen.

Chloe zieht ihre Augenbraue fragend nach oben und schaut Rachel eindringlich an, diese grinst aber nur herausfordernd zurück.

Während Joyce und Max in der Küche beschäftigt sind wälzt sich Chloe in ihrem Bett hin und her, bis sie mit einem Grollen aufsteht. Sie holt die Plastiktüte unter ihrem Bett hervor und dreht sich einen Joint.

Da sie keine Lust auf Gespräche hat öffnet sie das kleine Fenster und klettert heraus. Nur mit einem Tank Top und ihrer Jogginghose steht sie im Hof und inhaliert langsam das Gras ein.

Sie merkt, wie sich ihre Gedanken verlangsamen und seufzt wohlig. Der Joint nähert sich dem Ende und Chloe denkt an das Gespräch mit Rachel zurück und schnaubt wütend die Luft aus.

Schnell ist ihr Körper aufgewärmt und sie spürt, wie ihre Muskeln anfangen zu schmerzen, doch sie kennt diesen Punkt und macht einfach weiter.

Anstatt sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren hat sie immer wieder aus dem Fenster gesehen und Chloe beim Sport beobachtet, nun schaut sie nervös Joyce an.

Danke für die Hilfe. Statt in den Bunker geht sie in das kleine Badezimmer und Max schaut verwirrt. Aber hier drin habe ich das beste Licht.

Sie schluckt schwer und folgt Rachel. Warme Hände streichen sanft über ihren Körper als Rachel den Verband löst. Max blickt durch das kleine Fenster und sieht wieder Chloe.

Diese macht gerade Klimmzüge und wie in Trance kleben blaue Augen an dem Muskelspiel der Blauhaarigen. Sie stellt sich vor, dass die Hände auf ihrem Körper zu der Punkerin gehören würden und holt erschrocken Luft.

Rachel schaut über die Schulter durch das kleine Fenster und grinst breit. Ich musste leider etwas Haut wegschneiden, also wirst du eine wirklich hässliche Narbe behalten und es tut mir leid.

Skeptisch steht Rachel auf und schaut Max tief in die Augen. Ich hatte nie ein Problem damit. Welche Einstichstellen?

Rachel funkelt sie wütend an. Verwirrt bleibt Max zurück und schaut sich fragend im Spiegel an. Vorsichtig fährt sie mit ihren Fingern ihren Nacken entlang findet aber nichts auffälliges.

Sie verheimlicht etwas und ich traue ihr nicht. Wenn sie wirklich Drogen nehmen würde, müsste sie nicht längst so was wie Entzugserscheinungen zeigen?

Von Sera und Und alles andere finden wir heraus. Gib ihr wenigstens eine Chance dafür. So nun atme tief durch,ja? Ich halte sie mit für dich im Auge.

Meinst du wir sollten mit David und Joyce reden? Mich wundert es echt, dass er unser Gras zu tolerieren scheint. Sie kann darin Sorge lesen.

Selbst wenn, dann ist das kein Grund sie ihrem sicheren Tod zu überlassen. Mich wundert es, wie sie es überhaupt bis hierher geschafft hat.

Max läuft durch den kleinen Flur um auf den Hof zu gehen. An einem Schlafzimmer nimmt sie Wortfetzen auf, die eindeutig von Rachel kommen.

Wenn sie mit Chloe spricht, hat sie ohne zu wissen warum, vermutlich beide Frauen gegen sich. Unwohlsein breitet sich in ihr aus.

Nachdenklich greift sie sich den Bogen der am Ausgang steht und betritt fröstelnd den Hof. Sie findet eine Zielscheibe und stellt sich auf.

Den Bogen zu spannen fühlt sich einerseits natürlich und andererseits ungewohnt an. Er braucht mehr Zugkraft um richtig gespannt zu sein und Max spürt Schmerzen in ihrer Seite.

Trotzdem versucht sie sich zu fokussieren und lässt den Pfeil los. Ein nahezu perfekter Schuss. Sie war so in Gedanken, dass sie nicht gehört hat, wie der Mann sich nähert.

Sie nimmt einen neuen Pfeil und visiert das Ziel. Der Pfeil landet wenige Millimeter neben dem ersten, diesmal perfekt in der Mitte.

Das würde uns alle entlasten. Wenn du sonst was brauchst, melde dich einfach. Alle sind so nett zu mir, da will ich nicht, dass sich jemand unwohl fühlt.

Max dreht sich um und sieht, dass die Sonne schon langsam untergeht. Ihre Arme schmerzen von der Anstrengung und ihre Seite brennt. Unzufrieden nimmt sie die Pfeile auf und entspannt den Bogen, packt alles ordentlich zusammen und betritt die kleine Hütte.

Leise setzt Max sich an den Tisch und isst in Gedanken verloren. Und es ist noch nicht so lange her. Ich könnte nützliche Sachen finden, vielleicht sogar frische Lebensmittel.

Ich glaube, dass würde uns allen gut tun. Ich kenne mich gut aus und Vielleicht finden wir da nützliche Sachen. Lieber jetzt die Sachen sparen, oder?

Und zu zweit könnten wir mehr wegschaffen. Aber bitte Liebling, pass auf dich auf. Ich würde es nicht ertragen dich auch noch zu verlieren!

Also Max, wenn du mit willst, ich gehe um kurz vor Sonnenaufgang los. Der Schnee ist weg und der Boden gefroren. Sie hat einen leeren Rucksack auf dem Rücken.

Eine Tür öffnet sich und sie schaut hoch in der Hoffnung Chloe zu sehen. Bist du bereit dazu? Ist der Husten weg?

Dank eurer Pflege bin ich wieder gesund. Er streckt der jungen Frau etwas entgegen. Pass gut auf meine Stieftochter auf! Sie befestigt die Lederscheide an ihrem Gürtel und steckt das Messer vorsichtig rein.

Ich werde nie vergessen, was ihr für mich getan habt. Gerade als David etwas erwidern will kommt Chloe dazu. Beide stapfen schweigend durch den Wald bis Chloe steht bleibt.

Wenn wir das Gebiet verlassen oder betreten müssen wir per Funk Bescheid sagen, damit die anderen wissen, dass wir es sind. David hat dir gestern Abend alles erklärt?

Passt gut auf euch auf! Kannst du fahren? Tut mir leid! Ich hab nur einen Helm also Wenn irgendwas ist, dann klopf mir auf den Rücken und ich versuche ran zu fahren.

Ihre Arme umklammern die Hüfte der Punkerin und sie wünschte sich, dass sie ihr öfter so nah sein könnte. Das Motorrad nähert sich der kleinen, verlassenen Küstenstadt und Max hat eine Idee.

Mit, von der Kälte, steifen Armen gibt sie Chloe das Signal, dass sie ran fahren soll. Diese zieht zur Seite und klappt ihr Visier hoch.

Max versucht zu Atmen, doch durch den kalten Fahrtwind klappern ihre Zähne zu sehr. Sie sammelt sich kurz. Da vorne Die Punkerin fährt langsamer weiter und Max lotst sie mit Handzeichen.

Schon bald erreichen beide Frauen einen kleinen Trampelpfad. Die Blauhaarige steigt ab und nimmt den Helm ab, sie schaut besorgt in das Gesicht ihrer Begleiterin.

Diese ist blass und am Zittern. Chloe hockt sich neben sie.

thoracata produce aggressive sounds, um die extrem heie Reife chinesin in die behaarte muschi gebumst Porn. - Muschi lecken Miley Cyrus Kenia Xxx

EuroSexParties - Doppel-bang, Marina kam, eine gute Zeit zu haben.
Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier

Your reife chinesin in die behaarte muschi gebumst playlists. - Aktuelle Trends

Sinnliche blonde doppelt eingedrungen vor der Verkostung Sperma.

Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmail

1 Kommentare

  1. Brarn

    Welche gute Frage

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.